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„Das ist Notwehr“

Friseure aus der Region: Zwischen Hoffnung auf Lockerung und Schwarzarbeit

Die Friseure aus der Region Karlsruhe glauben nicht, dass in ihrer Branche schnell wieder gelockert wird. Viele Betriebe leben von Rücklagen und hoffen auf Öffnung.

Frank und Sandy Ziegler behelfen sich bei ihrem Friseursalon in Kraichtal zwischenzeitlich damit, den Kunden Farbe nach Hause zu liefern. Foto: Nina Ziegler

So ziemlich alles, was Herbert Gassert in diesen Tagen über Friseure sagt, klingt dramatisch. Gassert hat seinen Friseurbetrieb in Mosbach vor 14 Jahren an seinen Sohn weitergegeben, ist in der Friseur-Innung vor Ort aktiv und ist Landesvorstand im Fachverband Friseur und Kosmetik. Und jetzt sieht er, wie die Branche vor die Hunde geht.

„Den Friseuren geht es sehr schlecht“, sagt Gassert. Sein Fachverband geht davon aus, dass 60 Prozent der Betriebe in akuter Existenznot sind. „Viele melden sich bei mir und sagen: Ich kann nicht mehr, ich weiß nicht mehr weiter, ich schließe.“

Die Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch werden die Friseure aus der Region gespannt verfolgen. „Wir haben sehr gute Verbindungen und sind konstant im Austausch, logisch“, sagt auch Gassert. Bei aller Tristesse ließ es sich der Landesvorsitzende nicht nehmen, mit einem befreundeten Friseur um einen Kasten Bier zu wetten. Kommenden Montag dürfen sie wieder öffnen, sagte Gassert – auch wenn seine Hoffnungen mehr und mehr schwinden.

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