Marktplatz
AUFGERISSEN ist die Südwestecke des Marktplatzes vor der Stadtkirche. Sind dort die Leitungen verlegt, rücken in rund einem Monat die Pflasterer an. In der Südostecke der 7 000 Quadratmeter großen „guten Stube“ der Fächerstadt muss im Sommer nur der Asphalt gegen Granitplatten ausgetauscht werden. In der Bildmitte fehlt noch der Ludwigsbrunnen. | Foto: jodo

Arbeiten schreiten voran

Karlsruher Marktplatz nimmt langsam Konturen an – bleibt aber noch ein Hindernisparcours

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Das große Pflastern auf dem Marktplatz geht weiter. Läuft alles unverändert im Zeitplan des Tiefbauamts, können die Karlsruher im Herbst die neu eingerichtete „gute Stube“ mit dem Stadtfest wieder in Besitz nehmen. Sieben dürre Jahre Dauerbaustelle auf Weinbrenners Piazza liegen dann hinter der Fächerstadt. Längst zeichnet sich die Zukunft um die Pyramide ab, Schritt für Schritt wird der Marktplatz wieder zugänglich.

Drei Veränderungen stechen gerade nach zehn Monaten Neugestaltung hervor: Erstens haben diese Arbeiten auf der Südhälfte zwischen Rathaus und Stadtkirche begonnen. Diese Fläche ist zur Hälfte aufgerissen. Vor den Säulen des Weinbrenner-Tempels ziehen die Arbeiter einen Graben für die Leitungen. Ab Mitte März werden auch dort die hellen Granitplatten aus Portugal verlegt.

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Comeback für Brunnen

Zum Bauprogramm gehört auch die Rückkehr des Ludwigsbrunnens und der historischen Rathaustreppe. Überhaupt wandere die Südbaustelle im Juli von der Kirchen- auf die Rathausseite, erklärt Tiefbauamtsleiter Martin Kissel.

Pflasterer
STEIN UM STEIN schließen die Arbeiter die letzte Lücke im neuen Plattenpflaster der Nordhälfte des Marktplatzes vor dem Café Böckeler. | Foto: jodo

Zweitens schließen die Pflasterer nun die letzte Lücke im neuen Belag auf der Nordseite. Höchstens noch bis Mitte März – und auch der Streifen vor Café Böckeler ist frisch versiegelt.

Pyramide
DIE PYRAMIDE steht wieder auf freier Fläche. Dafür bleibt der Marktplatz noch bis in den Herbst an anderen Stellen ein Hindernisparcours für die Fußgänger. | Foto: jodo

Drittens verändern sich die von Bauzäunen markierten Grenzen für die Bewegungsfreiheit der Fußgänger auf dem Marktplatz ständig: Nachdem die 31 Wasserdüsen betriebsbereit sind, hat das Tiefbauamt bis auf den Nordwestzwickel die ganze Nordfläche freigeben. Schon können die Flaneure wieder wie von 1825 bis 2013 um die Pyramide kreisen. Und sie werden dort nicht mehr wie einst von Straßenbahnen gestört.

Stattdessen geht es nun vorübergehend auf der Südhälfte eng zu. Da bleibt auf der Ostseite nur ein schmaler Gang über Treppen und in der Säulenpassage direkt am Kirchenportal.