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Meinung

von Marius Bücher

Kommentar zum Machtkampf beim DFB

Kellers Rücktritt wäre nicht genug

Fritz Keller ist nach seinem Nazi-Vergleich als DFB-Präsident nicht mehr tragbar. Ein Rücktritt des Winzers aus Freiburg würde aber bei Weitem nicht ausreichen, um das Chaos beim DFB zu beenden. Ein Kommentar von Marius Bücher.

Vor dem Aus: DFB-Präsident Fritz Keller. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Machtspielchen, Kommunikations-Pannen, kleinere und größere Skandale – der Deutsche Fußball Bund hat in der jüngeren Vergangenheit ein desaströses Bild abgegeben. Negativ überraschen konnte den interessierten Beobachter eigentlich nichts mehr. Eigentlich. Fritz Kellers Nazi-Vergleich ist noch einmal von einer anderen Qualität.

Wer sich zu einer solchen Wortwahl hinreißen lässt, ist als Präsident des größten nationalen Sport-Fachverbandes der Welt nicht mehr tragbar. Das Problem ist nur: Kellers Rücktritt wäre zwar die folgerichtige Reaktion auf seine verbale Entgleisung, das seit Jahren anhaltende Chaos beim DFB würde er allerdings nicht beenden.

Dass der Winzer aus Freiburg nun der große Buhmann ist, hat er sich selbst zuzuschreiben. Doch eine unrühmliche Rolle im DFB-Theater spielen auch andere. Generalsekretär Friedrich Curtius etwa, der gemeinsam mit Schatzmeister Stephan Osnabrügge Kellers Fehltritt umgehend dazu nutzte, um im internen Machtkampf die womöglich entscheidende Attacke zu forcieren.

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