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Transparenz und Parteinähe

Kritik gab es schon immer: Wie Richter am Bundesverfassungsgericht landen

Die Richter beim Bundesverfassungsgericht sind parteinah, ihre Wahl ist nicht transparent. Diese Kritik ist immer wieder zu hören. Gibt es ein besseres System? Das wüsste kaum jemand besser als Rolf Lamprecht – der Mann aus Bühl hat jahrzehntelang für den „Spiegel“ darüber berichtet.

Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot eines Protestcamps von Gegnern der Corona-Politik der Bundesregierung bestätigt. Foto: Uli Deck/dpa

Wenn sich die Richter des Bundesverfassungsgerichts in den Siebzigerjahren für ein gemeinsames Foto aufstellten, gab es unter Journalisten einen Spruch, der immer für Lacher gesorgt hat. „Gruppenbild mit Dame“, sagt Rolf Lamprecht. 15 Richter, eine Richterin. „Später waren es dann mal zwei Richterinnen.“ Es war Lamprechts Anfangszeit als Journalist des „Spiegel“ in Karlsruhe. Wenn man heute ein Gruppenfoto der Richter macht, sieht man darauf erstmals mehr Frauen als Männer.

Überhaupt wäre Lamprecht nicht mehr der Mann, der den Witz erzählen würde. Er ist mittlerweile 89 Jahre alt, wohnt in Bühl. Aber kaum einer weiß so gut wie er, welche Kritik am Bundesverfassungsgericht auch heute noch berechtigt ist. Bei seiner Buchvorstellung hielt der frühere Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle die Laudatio – ein Höhepunkt in seinem Leben, sagte Lamprecht später.

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