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Meinung

von Ekart Kinkel

Rauchverbot im Wildpark

KSC setzt klares Zeichen für den Nichtraucherschutz

Der KSC verhängt ein Rauchverbot auf den Steh- und Sitzplätzen des Wildparkstadions. Nach Meinung von BNN-Redakteur Ekart Kinkel müssen andere Clubs nun nachziehen.

Das Rauchen ist im Wildparkstadion nun verboten. Der DFB hätte sich längst positionieren müssen, sagt unser Autor. Foto: Markus Gilliar/GES

Respekt: Mit der Entscheidung zugunsten eines Rauchverbots auf allen Tribünenplätzen des Wildparkstadions hat sich der Karlsruher SC beim Thema Nichtraucherschutz in die Spitzengruppe sämtlicher deutscher Proficlubs katapultiert.

Dabei hat sich der Verein weder von den Bedenken einiger Fanclubs noch von qualmenden Traditionalisten unter den Stadionbesuchern treiben lassen. Das war konsequent und richtig. Denn das Jammern über staatliche Verbote und einen Eingriff in die Freiheitsrechte ist gerade bei diesem Thema nicht angebracht.

Deutschland belegt beim Thema Nichtraucherschutz im europäischen Vergleich schließlich seit Jahren einen der hinteren Plätze. Zu einem generellen Werbeverbot für Tabakwaren hat sich die Politik ebenso noch nicht durchringen können wie zu einheitlichen Regelungen über Rauchverbote in der Öffentlichkeit.

Schutz vor Passivrauchen ist nicht einheitlich

Wenn es um den Schutz vor den gesundheitsgefährdenden Auswirkungen des Passivrauchens geht, gleicht Deutschland einem föderalen Flickenteppich. Auch deshalb bleibt den Fußballclubs die Ausweisung möglicher Nichtraucherbereiche noch selbst überlassen.

Doch es ist nicht nur die Politik, die hier zu zögerlich handelt. Ein Spitzenverband wie der DFB hätte ebenso schon lange eine Vorreiterrolle einnehmen und den blauen Dunst von sämtlichen Sportplätzen der Republik verbannen können.

So setzt man ein richtig klares Zeichen für den Nichtraucherschutz. Eigentlich hat der KSC nun sogar eine Chance verpasst. Mit einem komplett rauchfreien Stadion hätte man ein noch deutlicheres Signal senden und Nachahmer auf den Plan rufen können.

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