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Attacke in Rheinstetten

Mutter des SPD-Politikers Karanikolas kritisiert Polizei – Ermittler "kneifen rechtes Auge ganz fest zu"

Im Fall Karanikolas reagiert die Polizei auf Kritik. Nach heftigen Vorwürfen aus der Familie des Rheinstettener SPD-Vorsitzenden wurden die Beamten der Schutzpolizei von den Ermittlungen entbunden. Die Kripo übernimmt den Fall. Die Mutter von Karanikolas erhebt in einem offenen Brief schwere Vorwürfe.

Heftige Kritik an der Polizei äußerte Nikolas Karanikolas, der am Rosenmontag im Haus seiner Familie in Rheinstetten angegriffen wurde. Foto: Weisenburger

Nicht mehr die Schutzpolizei, sondern die Kriminalpolizei ist ab sofort für die Ermittlungen rund um den Angriff auf den 21-jährigen Rheinstettener SPD-Vorsitzenden Nikolas Karanikolas zuständig.

Mit einer Übertragung der Zuständigkeit reagiert die Karlsruher Polizeipräsidentin Caren Denner auf Vorwürfe aus der Familie Karanikolas. Die sagt, die ermittelnden Beamten hätten den tätlichen Angriff nicht ernst genug genommen. Die Polizei habe fremdenfeindliche Aspekte des Überfalls nicht rechtzeitig weiter verfolgt.

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Tätlich angegriffen wurde der Rheinstettener SPD-Vorsitzende Nikolas Karanikolas und seine Mutter in ihrem Haus in Mörsch. Foto: Weisenburger

Mutter schreibt an Polizeichefin

Am Rosenmontag war es auf einer Faschingsveranstaltung in Rheinstetten-Neuburgweier zu einer Auseinandersetzung zwischen Karanikolas’ heranwachsenden Geschwistern und zwei jungen Erwachsenen gekommen.

In der Folge tauchten die beiden jungen Erwachsenen gemeinsam mit einer 52-jährigen Frau im Haus der Familie Karanikolas in Rheinstetten-Mörsch auf.

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Dort kam zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Die Polizei nannte den Vorfall zunächst eine wechselseitige Handgreiflichkeit am Rande einer Faschingsveranstaltung“. Die Familie Karanikolas spricht hingegen von einem fremdenfeindlichen Angriff.

Nach Angaben des SPD-Vorsitzenden riefen die Angreifer: „Ihr Scheiß-Ausländer, wir bringen euch um.“ Unmittelbar nach den Gewalttätigkeiten, so Karanikolas, habe man ihn in Sozialen Medien beschimpft und bedroht.

In einem offenen Brief beschwerte sich nun Karanikolas’ Mutter, die bei dem Überfall auf ihr Haus von den Angreifern verletzt wurde, bei Polizeipräsidentin Denner.

Opfer: Ermittler kneifen das rechte Auge ganz fest zu

Sie wirft den ermittelnden Beamten unwürdiges Verhalten vor. Es werde versucht, die Opfer in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken, während man mit Blick auf die Täter „das rechte Auge ganz fest zukneift“.

Aufgrund dieser Vorwürfe, so ein Polizeisprecher, habe man das Verfahren jetzt der Kripo übergeben. Weitere Auskünfte könne man nicht geben.

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