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„Nicht mehr tragbar“

Nach Selfie mit homosexuellem TV-Star: 21-jähriger Schwabe darf kein Priester werden

Henry Frömmichen wollte Priester werden und zeigen, dass Homosexuelle diesen Weg gehen können. Nachdem er ein Selfie mit einem schwulen TV-Star postete, flog er aus dem Seminar. Über einen geplatzten Lebenstraum und die Frage, ob aus Sicht der Kirche homosexuelle Menschen Priester werden dürfen.

„Den musst du ansprechen“: Henry Frömmichen freute sich, als er den homosexuellen Reality-TV-Star Alexander Schäfer in München traf. Doch für das Selfie wurde er aus dem Priesterseminar entlassen. Foto: Henry Frömmichen

Henry Frömmichen macht wieder das, was er schon immer gern gemacht hat. Er beschäftigt sich mit dem Tod. Der 21-Jährige arbeitet in München als Trauerberater. Lieber noch wäre er Priester geworden – doch sein Lebenstraum endete mit einem Selfie. Frömmichen musste das Priesterseminar München verlassen, nachdem er auf Instagram ein Foto mit einem homosexuellen TV-Star gepostet hat.

Sein Ausschluss aus dem Priesterseminar sorgt bundesweit für Aufsehen. Die Geschichte des jungen Mannes aus Allmendingen, einem Dorf im Alb-Donau-Kreis, erklärt auch in dramatischer Weise die Probleme der katholischen Kirche mit der heutigen Gesellschaft.

Die Geschichte beginnt in seinem Heimatdorf. Frömmichen ist 14 Jahre alt und bekommt viele Beerdigungen mit. Die seiner Urgroßeltern, als Ministrant begleitet er weitere, in den Ferien hilft er beim Bestatter aus. „Das Thema Tod hat mich schon immer interessiert“, sagt er. Das Requiem, die Aussegnung, die Atmosphäre. „Ich habe eine große Ehrfurcht, wie man den Menschen die letzte Ehre erweist.“

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