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Lobbyismus-Affäre weitet sich aus

Nach Zech-Rücktritt: Auch Axel E. Fischer war für umstrittenen Balkan-Politiker im Einsatz

In der Lobby-Affäre um Abgeordnete des Europarats rückt Nordmazedonien in den Fokus. Bei den Vorgängen in dem Balkanstaat spielte auch der Karlsruher CDU-Politiker Axel E. Fischer eine Rolle, gegen den bereits ein Korruptionsverfahren wegen Aserbaidschan läuft.

Axel Fischer spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung der Partei VMRO-DPMNE (Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation – Demokratische Partei für Mazedonische Nationale Einheit) 2016 im heutigen Nordmazedonien. Foto: Daniel Streib (Youtube/Repro)

Auf Axel E. Fischers Facebook-Seite ist die Welt noch in Ordnung. Der CDU-Abgeordnete aus Nordbaden steht zwar wegen Korruptionsermittlungen im Zusammenhang mit der Aserbaischan-Affäre mächtig unter Druck. Doch im sozialen Netzwerk veröffentlicht der Hobbykoch unverfängliche Rezeptideen. Dabei nimmt Fischer auch hämische Kommentare hin, wie jenen, ob es auch ein Rezept „mit aserbaidschanischem Schmierkäse“ gebe.

Was Fischer auf seiner öffentlichen Seite allerdings gelöscht hat, ist ein Video, das Ende 2016 im heutigen Nordmazedonien entstand. Der knapp 20-minütige Mitschnitt ist im Internet noch über Umwege zu finden. Er zeigt Fischer auf einer Wahlveranstaltung der Partei VMRO. Er trägt eine gelb-rote Krawatte und hält auf Deutsch eine flammende Lobrede auf die Nationalkonservativen und ihren Spitzenkandidaten, den früheren mazedonischen Ministerpräsidenten Nikola Gruevski. „Er ist ein großer Führer!“, ruft Fischer der jubelnden Menge zu.

Mehr als vier Jahre später interessieren sich nicht nur die Parteioberen von CDU und CSU für den Wahlkampfeinsatz, sondern auch deren politische Mitbewerber und möglicherweise auch Staatsanwälte.

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