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Neues Corona-Tool im Netz

Online-Tool aus Karlsruhe: Covid-o-mat schätzt Ansteckungs­risiko ein

Alle sollten in Corona-Zeiten zu Hause bleiben, klar. Aber wenn die Firma trotzdem ein Meeting einberufen muss, wenn man den Wocheneinkauf macht oder in der Arztpraxis wartet, ist man von Menschen umgeben. Wie hoch ist dann das Risiko, von Sars-CoV-2 infiziert zu werden?

Das Corona-Infektionsrisiko ist hoch. Ein neues Tool im Internet hilft jetzt bei der Einschätzung der persönlichen Gefährdung. Foto: igm

Ein neues Tool, entwickelt in Karlsruhe, hilft dabei, die individuelle Gefahrenlage besser einzuschätzen. Es heißt „ Covid-o-mat “.

Corona-Szenarien mit verschiedenen Dunkelziffern

Die Bedienung ist schnell und unkompliziert: Man gibt die Zahl der Menschen ein, das Bundesland und stellt eine Dunkelziffer ein, die man für wahrscheinlich hält. Bei der aktuellen Neuinfektionsrate von täglich 30 Prozent ergibt sich bei einer durchschnittlichen Inkubationszeit von zehn Tagen die 14-fache Dunkelziffer.

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Wäre sie so hoch und hielte man sich in Karlsruhe in einem Raum mit 50 Menschen auf, läge laut „Covid-o-mat“ das Risiko, dass mindestens eine Person mit Corona infiziert wäre, bei 15,68 Prozent.

Der Mensch ist von Natur aus ein schlechter Statistiker.
Adrian Hönig, nova-Geschäftsführer

Die Idee und ein erster Prototyp des „Covid-o-mat“ kamen von der Unternehmensberatung Consileon. In deren Auftrag hat die Karlsruher Digitalagentur nova dann das Tool fertig entwickelt. „Der Mensch ist von Natur aus ein schlechter Statistiker, deswegen ist diese Idee reizvoll. Außerdem möchten wir den Fake News entgegenwirken“, sagte den BNN einer der beiden nova-Geschäftsführer, Adrian Hönig.

Nach seinen Worten haben fünf Entwickler eine Woche gebraucht, um das Tool zu programmieren. Die Berechnungen stützten sich auf seriöse Quellen wie Ministerien und das Robert-Koch-Institut, betont Hönig.

„Es ärgert mich, dass trotz der Infektionsgefahr noch so viele Leute draußen in Gruppen herumlaufen“, sagt der zweifache Vater, der im Homeoffice arbeitet. „Vielleicht wird unser Tool ja zu einem Umdenken beitragen“.

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