Skip to main content

Meinung

von Alexei Makartsev

Ruhe in der Achterbahn

Parteitag der Grünen: Jeder weitere größere Patzer könnte fatal sein

Die Grünen sind am Wahlkampfstart gestrauchelt, peinliche Fehler werfen die Kampagne der Kanzlerkandidatin Baerbock zurück. Doch sie kann auf dem Parteitag am Wochenende noch den Boden zurückgewinnen.

Frühe Rückschläge in der Kampagne: Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, muss um das Vertrauen der Wähler kämpfen, nachdem ihr Team Fehler im Lebenslauf der Spitzenpolitikerin und bei der Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte eingeräumt hat. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Am Beispiel Annalena Baerbock sieht man, wie wackelig der Boden ist, auf dem das Gerüst für manche große Politiker-Kampagne errichtet wird. Die Grünen-Kandidatin wurde noch vor wenigen Wochen von sagenhaften Umfragewerten beflügelt. Die Erwartungen an die jüngere Frau, die sich von ihren älteren, männlichen und augenscheinlich weniger modernen Konkurrenten um den Kanzlerposten deutlich absetzt, wuchsen überraschend in den Himmel.

Es war ein Vertrauensvorschuss, dem Baerbock in den Augen der Öffentlichkeit (noch) nicht gerecht wird, weil ihr peinliche Fehler unterlaufen sind. Schaut man sich jetzt das Stimmungsbild an, kommt man fast zwangsläufig zum Schluss, dass die Lust der Deutschen auf einen großen grünen Neuaufbruch im Kanzleramt nach der Wahl dem konservativen Festhalten an Stabilität und Kontinuität gewichen ist.

Ohne viel dafür getan zu haben, genießt plötzlich der Unionskandidat Armin Laschet viel Vertrauen, während die Zweifel an Baerbock wachsen. Aber auch das ist nur eine Momentaufnahme in einem schnelllebigen Nachrichtenzyklus.

Kostenlos weiterlesen

  • 7 Tage BNN+ lesen
  • Kein Abo, keine Kosten
  • Weniger Werbung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang