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75 Schlagzeilen - Das Jahr 1952

Pforzheim erhebt sich: Der Monte Scherbelino steht für den Wiederaufbau einer Stadt

Nach dem verheerenden Bombenangriff 1945 beginnt in Pforzheim der lange und mühsame Wiederaufbau, der in der Errichtung des Wallbergs im Jahr 1952 gipfelt. Der von den Pforzheimern Monte Scherbelino genannte Trümmerberg ist Wahrzeichen und Mahnmal zugleich.

Erhebt sich über die Stadt: Der Pforzheimer Wallberg ist Mahnmal und Ausflugsziel. Die natürliche Erhebung wurde mit Trümmern und Erdaushub aufgeschüttet. Foto: Anne Weiss

Das Ende einer Geschichte ist manchmal auch ein Anfang. Als am 23. Februar 1945 das alte Pforzheim untergeht, verlieren innerhalb von 20 Minuten über 17.600 Menschen ihr Leben. In den Händen derer, die die Bombennacht überleben, liegt der schwere Wiederaufbau.

Ein Symbol dafür, wie sich das geschundene Pforzheim erhebt, ist von nahezu überall in der Stadt zu sehen. Die Pforzheimer haben einige Namen dafür – Wallberg, Schuttberg, Trümmerberg, Scherbenberg. Einer hat sich im Volksmund durchgesetzt: Monte Scherbelino. Trotz seiner bitteren Entstehungsgeschichte ist der Berg heutzutage auch Ausflugsziel und Aussichtspunkt. Vor allem aber ist er von Menschen geformt.

„Die Wahrnehmung vieler ist, dass darunter das alte Pforzheim begraben ist“, sagt Klara Deecke. Die Leiterin des Stadtarchivs Pforzheim räumt mit zwei Mythen auf, die sich um die Geschichte des Bergs ranken. Zum einen besteht er keinesfalls nur aus Trümmern der Bombennacht. „Der Berg war schon früher da“, erklärt sie.

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