Paul Manafort
Paul Manafort wird beschuldigt, den Behörden Einkünfte in Millionenhöhe verschwiegen zu haben, die er als politischer Berater in der Ukraine machte. | Foto:  Justin Lane/EPA

Steuer- und Bankbetrug

Prozess gegen Trumps Ex-Wahlkampfchef Manafort hat begonnen

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Washington (dpa) – Mit der Auswahl von Geschworenen hat der Prozess gegen den ehemaligen Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, begonnen. Das meldeten der Sender NPR und andere US-Medien.

Manafort muss sich wegen Steuer- und Bankbetrugs vor einem Gericht in Alexandria nahe der Hauptstadt Washington verantworten. Der 69-Jährige wird beschuldigt, den Behörden Einkünfte in Millionenhöhe verschwiegen zu haben, die er als politischer Berater in der Ukraine machte. Außerdem wird ihm vorgeworfen, Banken belogen zu haben, um Kredite in Höhe von 20 Millionen US-Dollar (17 Millionen Euro) zu bekommen.

Es ist das erste Verfahren, das sich im Zuge der Russland-Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller ergeben hat. Allerdings haben die Vorwürfe nicht direkt mit dem Kern von dessen Ermittlungen zu tun, ob es im Wahlkampf 2016 Absprachen des Trump-Lagers mit Russland gab. Andere prominente Figuren aus Trumps Umfeld, die im Fokus der Ermittlungen stehen, hatten sich schuldig bekannt und so Prozesse vermieden. Manafort plädierte dagegen auf nicht schuldig.

Manafort leitete von Juni bis August 2016 Trumps Wahlkampf. Er war dabei unter anderem für den wichtigen Parteitag zuständig, bei dem sich Trump die Nominierung der Republikaner sicherte. Der Präsident hat sich von Manafort distanziert. Spannend wird der Prozess, wenn Manaforts ehemaliger Geschäftspartner Rick Gates als Zeuge gehört wird. Er war ebenfalls angeklagt worden, handelte aber eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft aus.