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Halbes Jahrhundert im Bundestag

Schäuble tritt 2021 für Offenburg erneut an

Nach fast 50 Jahren im Bundestag hat Wolfgang Schäuble noch nicht genug von der großen Politik: Der aktuelle Bundestagspräsident hat sich jetzt dazu entschlossen, 2021 noch einmal für seinen Wahlkreis Offenburg anzutreten.

Will in Krisenzeiten einen „stabilisierenden Beitrag“ leisten: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kandidiert 2021 erneut. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Er ist bereits seit fast einem halben Jahrhundert Abgeordneter im Bundestag – und Wolfgang Schäuble hat noch immer nicht genug. Lange wurde darüber spekuliert, ob der 77-jährige Parlamentarier für den Wahlkreis Offenburg bei der kommenden Wahl 2021 antreten wird. Jetzt steht die Entscheidung fest: Er will.

Mit Freude verkündete die CDU in Ortenau am Mittwoch, dass ihr prominentes „Zugpferd“ weitermache. „Mit seinem Einfluss erreicht er viel für die Menschen in unserer Region“, sagte der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Volker Schebesta. Schäuble selbst hofft nach eigenen Worten, mit seinen Erfahrungen in „Zeiten eines vielfältigen Umbruchs“ einen „stabilisierenden Beitrag“ leisten zu können. Er habe sich die Entscheidung, auch im Hinblick auf sein Alter, nicht leicht gemacht, sagte er offen.

Bald 50 Jahre Zugehörigkeit zum Parlament

Schäuble wurde 1972 erstmals in den Bundestag gewählt. Er hat seitdem immer das Direktmandat gewonnen – zuletzt 2017 mit 48,1 Prozent. Sollte der frühere Unionsfraktionsvorsitzende, Bundesinnen- und -finanzminister sowie CDU-Chef erneut gewählt werden, könnte Schäuble 2022 mit 50 Jahren Zugehörigkeit zum Parlament einen Rekord aufstellen.

In der Union hieß es zuletzt, wenn Schäuble antreten sollte, dürfte er viel Zustimmung erhalten. Es sei klar, dass ihn nur gesundheitliche oder familiäre Gründe von einer Kandidatur abhalten könnten, hieß es im August. Der erfahrene Strippenzieher gilt in seiner Partei als eine Autorität. Schäuble war früher im ZDF-Politbarometer unter den zehn beliebtesten Politikern des Landes eine feste Größe. Unter den aktuellen Ergebnissen der Befragung ist er allerdings nicht zu finden.

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