Amoklauf in Winnenden
Einschusslöcher auf dem Hof eines Autohauses: Hier endete der Amoklauf eines 17-jährigen, der in Winnenden 15 Menschen erschossen hatte, bevor er seinem Leben selbst ein Ende setzte. | Foto: Boris Roessler

Hintergrund

Schüler als Amokläufer

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Kertsch (dpa) – Der Angriff in einer Schule auf der Krim mit mehr als einem Dutzend Toten erinnert an ähnlich schockierende Taten von Schülern:

USA, Mai 2018: Bei einem Amoklauf in Santa Fe (Texas) tötet ein 17-Jähriger zehn Menschen, darunter acht Mitschüler. Er gesteht die Tat. Er habe nicht auf diejenigen gezielt, die er gemocht habe.

USA, Februar 2018: In Parkland (Florida) erschießt ein 19-Jähriger an einer High School 14 Schüler und 3 Erwachsene. Es formiert sich eine Schülerbewegung, die sich für ein schärferes US-Waffenrecht einsetzt.

USA, Dezember 2012 – Bei einem Amoklauf an einer Grundschule sterben in Newtown (Connecticut) 27 Menschen, darunter vor allem kleine Kinder sowie der 20 Jahre alte Täter.

BRASILIEN, April 2011 – Zwölf Kinder kommen ums Leben, als ein 23-Jähriger an einer Schule in Rio de Janeiro um sich feuert – offenbar aus Rache. Auch der Täter stirbt.

DEUTSCHLAND, März 2009 – In seiner früheren Realschule in Winnenden nahe Stuttgart und auf der Flucht erschießt ein 17-Jähriger 15 Menschen und sich selbst.

FINNLAND, September 2008 – Ein 22-Jähriger stürmt in Kauhajoki in eine Berufsschule, tötet neun Mitschüler und einen Lehrer. Dann erschießt sich der Waffennarr.

DEUTSCHLAND, November 2006 – In Emsdetten (Nordrhein-Westfalen) schießt ein 18-Jähriger in seiner früheren Schule vier Schüler und den Hausmeister an und bringt sich selbst um.

DEUTSCHLAND, April 2002 – Am Erfurter Gutenberg-Gymnasium erschießt ein 19-Jähriger zwölf Lehrer, zwei Schüler, die Sekretärin, einen Polizisten und sich selbst.

USA, April 1999 – Zwei mit Sturmgewehren bewaffnete Teenager töten in der Columbine High School in Littleton (Colorado) zwölf Mitschüler und einen Lehrer. Die Täter erschießen sich.