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Vorbereitungen auf Corona-Schulstart

SPD sieht Schulen in Baden-Württemberg für das neue Schuljahr schlecht gerüstet

Die Schüler im Land haben ein Jahr im Ausnahmezustand hinter sich. Aber von Normalität dürfte auch das neue Schuljahr noch weit entfernt sein. Über den aktuellen Stand der Planungen will das Kultusministerium in Kürze informieren.

Der SPD Politiker Stefan Fulst-Blei kritisiert den zweiwöchigen Nachhilfeunterricht vor dem Schulstart. Er plädiert dafür, Schulen mit finanziellen Mitteln selbst Nachhilfeleistungen ausbauen zu lassen. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Die Schulen im Land sind aus Sicht der SPD im Landtag schlecht vorbereitet für das am Montag startende neue Schuljahr. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Fulst-Blei, kritisierte Mängel bei der Digitalisierung. Mittel für neue Geräte würden nicht abfließen, zudem gebe es zu wenig Fortbildungen in dem Bereich für die Lehrer.

Das zweiwöchige Nachhilfeprogramm in den Ferien reicht bei weitem nicht aus, um die Wissenslücken aus der Corona-Pandemie zu schließen
Stefan Fulst-Blei

Viele Schüler bräuchten auch im neuen Schuljahr laufend während des Unterrichts Unterstützung, so der Sprecher. Er plädiere dafür, den Schulen ein dezentrales Budget zur Verfügung zu stellen, um Nachhilfeleistungen selbst einkaufen zu können.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will am heutigen Donnerstag den aktuellen Stand der Planungen für das neue Schuljahr der Öffentlichkeit in Stuttgart vorstellen. Auch der Philologenverband veranstaltet an diese Tag eine Pressekonferenz zur Lage der Schulen zu Corona-Zeiten.

Die Bildungsgewerkschaft GEW hatte am Montag verkündet, dass sie die Schulen im Südwesten noch schlecht gewappnet sieht für den Unterricht unter Corona-Bedingungen. Wegen des Lehrermangels und der Corona-Risikogruppen fehlten derzeit so viele Lehrkräfte wie noch nie in den Klassenzimmern, hatte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz betont.

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