Barack Obama
US-Präsident Obama in Washington: Er beschuldigt Russland, sich durch Hackerangriffe in die Präsidentschaftswahl eingemischt zu haben. | Foto: Michael Reynolds

Obama unterzeichnet Anordnungen

Hackerangriffe: USA verhängen Sanktionen gegen Russland

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Washington (dpa) – Als Reaktion auf Hackerangriffe während des Präsidentschaftswahlkampfes verhängen die USA Sanktionen gegen Russland.

Russischer Geheimdienst im Visier

Der scheidende Präsident Barack Obama unterzeichnete eine entsprechende Anordnung. Die Maßnahmen richten sich gegen den russischen Militärgeheimdienst GRU und den Inlandsgeheimdienst FSB, die die USA für Hackerangriffe auf Computer politischer Organisationen verantwortlich machen.

Drei Unternehmen betroffen

Außerdem von den Sanktionen betroffen sind vier hochrangige Mitarbeiter des GRU und drei Unternehmen, die die Dienste bei ihren Operationen unterstützt haben sollen. 35 russische Diplomaten wurden zudem angewiesen, die USA zu verlassen.

Kreml weist Vorwürfe zurück

Die USA beschuldigen höchste Regierungsstellen in Moskau, sich mit den Cyberangriffen in die Präsidentschaftswahl eingemischt zu haben. Der Kreml weist die Vorwürfe zurück.

Hillary Clinton betroffen

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten sowie des Stabs der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton veröffentlicht.

Trump könnte Schritt wieder rückgängig machen

Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte die Geheimdienstberichte angezweifelt. Weil es sich bei Obamas Maßnahme vom Donnerstag um eine präsidentielle Anordnung handelt, könnte Trump den Schritt rasch nach Amtsantritt wieder rückgängig machen.