Der KSC hat sein Trainingslager im spanischen Estepona aufgeschlagen. | Foto: Dankert

Aus dem KSC-Trainigslager

Post aus Málaga

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Desorientiert in den Bergen Andalusiens: Gestern, so zwischen 13 und 14 Uhr, beschlich den neuen KSC-Trainer Mirko Slomka als Buspassagier das Gefühl, dass er bei seinem Club auf die direkten Wege zum Spielziel auf vielen Ebenen noch drängen muss. Um 11.45 Uhr war er mit dem Trainerteam und seinen Spielern im Mannschaftsbus von Estepona Richtung Spielort Alhaurin el Grande aufgebrochen.

Odyssee der besonderen Art

Für die knapp 70 Kilometer zur Hotelanlage von Werder Bremen war eine Stunde Fahrtzeit veranschlagt – und auch realistisch. Doch nachdem der Bus von der A 7 in Richtung Málaga abgefahren war, begann eine Odyssee der besonderen Art. Das Navi trickste Busfahrer Thomas Laschuk mehrmals aus. Der KSC kam durch Bergdörfer, die für sein großes Gefährt nicht gemacht waren. Für die Spieler eine unfreiwillige Form des Anschwitzens. Schließlich, acht Minuten vor dem geplanten Anpfiff, fuhr der Bus doch an der richtigen Adresse vor – an der er im übrigen auf seiner Sightseeingtour schon mal vorbeigerauscht war, ohne es zu bemerken.

Werder-Fan half dem KSC-Fahrer

Auf den richtigen Weg hatte das verlorengegangene KSC-Team im übrigen der Werder-Fan „Fisch“ gebracht, der den KSC auf seiner Irrfahrt zufällig beim Biertrinken im Ort bemerkte – und stoppte. Fisch fuhr mit seinen Werder-Freunden voraus. Das Spiel begann dann mit halbstündiger Verspätung – bedankt hatte sich Slomka nach dem Ausstieg bei jedem Einzelnen der Bremer Lotsen.