Der KSC hat sein Trainingslager im spanischen Estepona aufgeschlagen. | Foto: Dankert

Aus dem Trainingslager

Post aus Málaga

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Wie eins und eins nur zwei ergibt, so war klar, dass ein Erstklassiges gewohnter Trainer in den „familiären KSC“ ganz frischen Wind bringen würde – und Wünsche hat, auf die sich der Stab auch spontan ein- und umstellen muss. „Das war schon immer so“, stehe auf seinem Index, sagte Slomka.

Was das heißt, lernen in Spanien die Fußballer, das Team hinter dem Team und seit gestern auch Externe, die in die Heimat berichten, welche Vorkehrungen der 15. der Zweiten Liga trifft, um am Ende nicht drittklassig und wieder ohne Slomka dazustehen. Schon immer war es so, dass Journalisten für ihre Arbeit zwischen KSC-Einheiten im Teamhotel geduldet waren.

Pressesprecher Jörg Bock übermittelte dahingehend nie Bedenken – auch niemals während seiner kurzen Bundesliga-Zugehörigkeit. Kulanz, die zum bodenständigen Image des KSC passte. Am vierten Tag in Andalusien nun wurde Bock Überbringer zweier Neuigkeiten. Erstens, dass die Spieler in zwei Gruppen trainieren werden.

Zweitens, dass Medienvertreter nur noch zu vereinbarten Interviewzeiten im Haus erwünscht seien. Klar hätte man das auch gleich sagen können, aber diese Erwartung wäre Undank. Schön ist doch, dass der KSC endlich den Usus großer und noch größerer Clubs nachvollzieht. Das Bemühen um Ordnung und Abhörsicherheit in einer nur fürs Einüben von Diagonalpässen geeigneten Hotellobby ist letztlich nur eines: höchst professionell. Slomka muss sich ja auch umstellen. Der KSC ist nicht Schalke, schon gar nicht Hamburg. Nur drei, dafür üblicherweise verdächtige Reporter sind da. Sie durften als Erste erfahren, dass der KSC bei seiner Medienarbeit „eher Richtung Bundesliga“ (Bock) geht. Künftig wird es Fotografenzonen beim Training geben und baulich Verbindliches, wie man die Standorte der zwei, drei Beobachter von der Presse regeln will. Es tut sich Erstklassiges beim KSC. Muss nur noch sein Team durchstarten.