Rathaus und Zentralbibliothek in Ulm an der Donau
Ulms Neue Mitte: Die gläserne Pyramide der Zentralbibliothek steht schräg hinter dem historischen Rathaus. | Foto: dpa

Reisetipps: ein Tag – ein Ziel

Ulm: Im Schatten des höchsten Kirchturms der Welt

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24 Stunden in einer Stadt, die weniger als drei Stunden entfernt liegt – das ist die Idee hinter der BNN-Serie „24 in unter 3“. Heute geht es nach Ulm, dessen Münster die größte protestantische Kirche Deutschlands ist. BNN-Mitarbeiter Stephan Brünjes stellt Ihnen die Stadt an der Donau vor. 

Eine Kirche der Bürger

D.O.M. Mit diesen drei Buchstaben bringt man die eher zurückhaltenden Ulmer ziemlich sicher in Fahrt. Ganz nebenbei erhält der Unwissende einen Mini-Vortrag in Stadtgeschichte: Nein, Ulm habe eben keinen Dom, heißt es dann, sondern ein Münster – weil das Gotteshaus nicht von der Kirche, sondern den Bürgern finanziert wurde! Und zwar mit dem höchsten Kirchturm der Welt! Der ragt stolze 161,53 Meter in den Himmel, nachdem er 1890 auf seine heutige Höhe gebracht wurde. Doch schon zuvor war diese Kirche ein Rekordbau. Ihr Fassungsvermögen von 20 000 Menschen lag weit über der Einwohnerzahl zur Zeit ihrer Gründung.

Um das hoch aufragende, graue, gotische Kathedralen-Gebirge gruppieren sich – in respektvollem Abstand – Fachwerk-Ensemble, coole Cafés und Läden sowie reichlich Ulmer Spatzen. Der Vogel ist das Wahrzeichen Ulms und soll der Sage nach beim Bau des Münsters einen besonders großen Balken angekarrt haben.

Ach ja – und dann wäre da noch ein entscheidender Unterschied zwischen dem baden-württembergischen Ulm und dem auf der anderen Donau-Ufer liegenden Neu-Ulm. Das bayerische Pendant feiert in diesem Jahr seinen 150. Stadtgeburtstag. Und wenn man schon mal da ist…

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Was tun in 24 Stunden?

Sehenswürdigkeiten, Restaurants und ein Hotel – die BNN machen Vorschläge für einen runden Tag.

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Wie kommt man hin?

Mit dem Auto: Wenn das mal keine schöne Alternative ist. Denn die ehemalige Reichstadt an der Donau ist sowohl mit dem Auto, als auch mit dem Zug bestens zu erreichen.
Von Karlsruhe geht es auf die A8 nach Stuttgart und von dort über den Aichelberg nach Ulm. Normalerweise dauert die Fahrt kaum länger als 90 Minuten, doch rund um Pforzheim und Stuttgart herrscht regelmäßig Staugefahr.
Von der Abfahrt Ulm-Nord geht es über die B10 in die City, wo es zahlreiche Tiefgaragen gibt.

Mit dem Zug: Bequemer geht es kaum. Rein in den ICE oder einen IC nach München, zwei drei Halte und schon ist man in der mittelalterlichen Stadt, in der man – gutes Wetter vorausgesetzt – sogar die Alpen sehen kann. Das Angebot an Zügen ist groß. Pro Stunde gibt es mindestens eine Verbindung. In der Regel muss man allerdings in Stuttgart umsteigen, was die Fahrzeit verlängert. Bei rechtzeitiger Buchung gibt es die Fahrkarte ab 19.90 Euro pro Strecke.