Premiere für den Kultursommer: Den neuen gemeinsamen Auftritt des Nordschwarzwalds präsentiert Monika Schweickert vom Regionalverband am Pforzheim-Stand auf der CMT in Stuttgart | Foto: Ehmann

Prospekte sind nicht mehr angesagt

Kultursommer hat Premiere am Pforzheim-Stand auf der CMT in Stuttgart

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Pforzheims Highlight bei der Tourismusmesse CMT ab Samstag in Stuttgart ist von beachtlicher Größe. Dafür sorgt der Regionalverband mit einer Premiere. Er tritt unterm Dach von Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) als Träger der Kulturregion Nordschwarzwald an den drei Tagen 13., 14. und 18. Januar offensiv in die Öffentlichkeit. Beworben wird der erste Kultursommer, der vom 18. Juli bis 16. August den Nordschwarzwaldtag ablöst.

Eventflächen für Tagungen und Edelmetall für Freizeitbesucher

Zweiter Gast des WSP, der zum sechsten Mal zusammen mit der Stadt Karlsruhe und dem Nördlichen Schwarzwald unterm Dach der Schwarzwald Tourismus GmbH in Stuttgart auftritt, ist die Sparkasse. Sie bewirbt am 16. Januar laut WSP-Direktor Oliver Reitz ihr Turmquartier und die Ausstellung „Gold.Geld.Gesellschaft“. Die noch im Bau befindliche neue Eventfläche ist ein Angebot im Kongress- und Tagungsbereich, die Edelmetall-Show könnte Gruppenreisen und Privatleute locken. Das sind Zielgruppen, die Pforzheim insgesamt im Auge hat, und die auch die Parkhotel Pforzheim GmbH ansprechen will, die wieder separat wirbt für das Great Barrier Reef im Gasometer.

MIT EINER KETTENMASCHINE macht die Stadt Pforzheim auch in diesem Jahr bei der CMT in Stuttgart auf sich aufmerksam. | Foto: Jürgen Keller

Lounge in der Mitte des neu gestalteten Messestands

Hingucker neben der neu gestalteten Fläche in Halle 6 ist die so bewährte wie beliebte historische Kettenmaschine. Daneben setzen Reitz und Dominik Mager vom Tourismusmarketing auf zeitgenössische Akzente. Während im neuen Loungebereich im Inneren des 90 Quadratmeter großen Stands regionale Häppchen gereicht werden, verweisen sie zum Beispiel auf die Future History App als Stadtführer. Über all dem laufen Bilder vom Technischen Museum, dem Gasometer oder Wandern in der Region über einen 55-Zoll-Monitor. Besondere Aufmerksamkeit findet laut Reitz auch die Wintersaison mit Eisbahn, Weihnachts- und Mittelaltermarkt. „Das bringt Tagestourismus.“ Auch dieser habe im Dezember dazu beigetragen, dass die Innenstadt gut voll war, bilanziert Pforzheims Wirtschaftsförderer.

Neues Hotel im Angebot

„Froh“ ist Reitz, dass er mit dem Ibis Styles ein neues Hotel anbieten kann. Denn egal ob langfristig geplant oder spontan losgefahren, Übernachtungsangebote entscheiden oft über das Reiseziel. Als generellen Trend macht Reitz kurzentschlossenen Kurzzeittourismus aus. Dies spiegele schon die Urlaubsplanung seiner Mitarbeiter wider.

Nordschwarzwald geballter um spontane Trendsetter und konventionelle Reiseplaner

Eine zweite signifikante Veränderung aus Sicht der Touristiker berührt das Werbematerial. Wo früher das Publikum die Tüten mit Prospekten nicht voll genug bekommen konnte, würden Rucksäcke und Stofftaschen nur noch zögerlich befüllt. Bedrucktes Papier zu tragen sei nicht mehr angesagt, zumal es Internet gibt.

Entsprechend legen Reitz und seine Kollegen weniger aus und wenn, dann Flyer. Auch das gehört zur neuen Optik des Stands, an dem Besucher bis 19. Januar die ganze Breite des Kulturgeschehens im Nordschwarzwald finden von den Alpirsbacher Kreuzgang-Konzerten über Rossini in Bad Wildbad bis zum Werkstadt-Festival im August in Pforzheim. Die geballte Kraft des gemeinsamen Auftritts soll „zeigen, was in der Region steckt“, erläutert Monika Schweickert vom Regionalverband.