Das Rettungskonzept beim Baden-Marathon hat sich erneut bewährt. Bei einem 55-jährigen Läufer, der auf der Honsellstraße zusammenbrach, waren die Ersthelfer innerhalb weniger Minuten im Einsatz und konnten den Mann reanimieren. | Foto: dpa (Archiv)

Baden-Marathon

Rettungskräfte reanimieren Läufer

Das Rettungskonzept beim Fiducia & GAD Baden-Marathon hat sich erneut bewährt: Ein 52-jähriger Läufer, der bei der 35. Auflage des traditionsreichen Stadtmarathons auf einer Brücke an der Honsellstraße zusammengebrochen und bewusstlos war, konnte bereits innerhalb weniger Minuten erfolgreich reanimiert werden, wie Einsatzleiter Marco Morasch gegenüber den BNN bestätigte.  Der Patient  liegt inzwischen auf der Intensivstation des Städtischen Klinikums in Karlsruhe.

Fahrradstaffel der Malteser   schnell am  Einsatzort

Der Notruf einer Frau, die den Vorfall beobachtet hatte, war um 11.26 Uhr in der Rettungsleitstelle eingegangen. Bereits nach  zwei  Minuten sei eine Fahrradstaffel des Malteser Hilfsdienstes am Einsatzort gewesen und startete umgehend mit der Reanimation. Auch die weitere Rettungskette funktionierte: Bereits nach vier Minuten sei der Notarzt vor Ort gewesen, ein Rettungswagen nach sieben Minuten. Auch Kräfte der Wache „West“ der Karlsruher Berufsfeuerwehr war vor Ort. Morasch sprach von  einem „reibungslosen Einsatz“.

Läuferin und Kinderkrankenschwester war zuerst bei dem Bewusstlosen

Dabei hatte eine examinierte Kinderkrankenschwester, die beim Baden-Marathon als Teilnehmerin mitlief, die Erste Hilfe geleistet. Die Frau hatte den Hilferuf der Tochter des Mannes gehört, sich umgedreht und war zu dem Bewusstlosen zurückgelaufen und hatte  als erste versucht, ihn zu reanimieren bis die Rettungskräfte eintrafen. Möglicherweise hat sie ihm mit ihrem Einsatz das Leben gerettet. Damit aber nicht genug: Die Krankenschwester kümmerte sich zudem nach dem Eintreffen der Rettungskräfte um die Tochter des zusammengebrochenen Läufers.

Alle 1000 Meter ein Streckenposten

Ansonsten hielt sich die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes bei der größten Laufsportveranstaltung in der Region in Grenzen. „Es war sehr moderat“, erklärte der Einsatzleiter. Beim Baden-Marathon über 42,195 Kilometer sind die Rettungskräfte alle 1000 Meter mit einem Streckenposten vertreten.

Läufer als Ersthelfer

Der Fall ist nicht der erste, bei dem Teilnehmer des Baden-Marathon als Ersthelfer Läufer in Not unmittelbar zur Seite stehen. In der Vergangenheit leistete etwa einmal ein Arzt wertvolle Ersthilfe, in einem anderen Fall war es ein Rettungsassistent der Feuerwehr Baden-Baden.