Der kubanische Ringer Alejandro Valdes (links) könnte schon bald für Weingarten in der DRL auf die Matte gehen.
Der Kubaner Alejandro Valdes (links) könnte schon bald für den SV Germania Weingarten in der DRL auf die Matte gehen. Foto: GES | Foto: GES

DRL-Clubs atmen auf

Ringer-Weltverband zieht Sperren zurück

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Ausländische Athleten, die in der Ende September gestarteten Deutschen Ringer-Liga (DRL) auf die Matte gehen, müssen keine Sperren mehr fürchten.

Der Weltverband UWW hat im Zuge einer Verhandlung vor dem Schweizer Bezirksgericht Vevey nun die Suspendierung von nichtdeutschen DRL-Ringern freiwillig aufgehoben. Das Gericht wird nun noch entscheiden, ob es der UWW auch künftige Androhungen von Sperren untersagt. „Wir sind froh, dass die von der UWW Ende September beschlossenen Sperren vom Tisch sind und unsere Ringer keinerlei Fesseln mehr unterliegen“, erklärte DRL-Geschäftsführer Markus Scheu in einer Pressemitteilung.

Geht Ringer Alejandro Valdes bald für Weingarten auf die Matte?

Damit steigt nun die Chance, dass weitere ausländische Topringer in der neu gegründeten Liga auflaufen werden.  Für den amtierenden Mannschaftsmeister SV Germania Weingarten könnte beispielsweise schon bald der kubanische Weltklassemann Alejandro Valdes auf die Matte gehen. Bereits am vergangenen Wochenende war der serbische Olympiasieger Davor Stefanek für den KAV Eisleben im Einsatz gewesen.

Folgt eine Klage von deutschen Athleten?

Die fünf DRL-Clubs, darunter auch der Vizemeister KSV Ispringen, hatten in Vevey gegen die Sanktionen des Weltverbandes geklagt und vor knapp zwei Wochen eine Einstweilige Verfügung erwirkt. Auf die vom Deutschen Ringer-Bund (DRB) verhängten Sperren gegen deutsche DRL-Athleten hat das Verfahren in der Schweiz aber keine Auswirkung.

Nicht unwahrscheinlich ist, dass die betroffenen Sportler hierzulande vor Gericht ziehen werden. Die fünf Vereine, die sich bereits seit längerem vom Ringer-Bund bevormundet gefühlt hatten, haben das Projekt Deutsche Ringer-Liga mithilfe ausgegliederter Kapitalgesellschaften umgesetzt, um sich vom DRB zu emanzipieren.