Damit aus der Besinnlichkeit kein Albtraum wird, gibt der Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe Tipps zum Vorbeugen von Bränden.

Kerzen und Silvesterböller

Besinnlichkeit statt Albtraum: Feuerwehr gibt Tipps für Weihnachtszeit

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Die Advents- und Weihnachtszeit ist in vollem Gange und der Jahreswechsel steht vor der Tür. Für die Feuerwehren bedeutet das: stressige Tage.

In den Adventswochen, an Weihnachten und zum Jahreswechsel rechnen die Feuerwehren auch dieses Jahr wieder mit erhöhten Einsatzzahlen. Von brennenden Advents-Gestecken und Weihnachtsbäumen, bis hin zu Wohnungsbränden, aber auch mit Unfällen bei der Nutzung von Silvester-Knallkörpern sowie Bränden in der Silvesternacht – die Floriansjünger haben alles schon erlebt.

Tipps von den Floriansjüngern

Damit aus der Besinnlichkeit kein Albtraum wird, gibt der Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe Tipps zum Vorbeugen von Bränden.

  • Kerzen- und Advents-Gestecke sollten nur auf nicht brennbaren Unterlagen aufgestellt werden.
  • Elektro- oder LDE-Kerzen werden empfohlen.
  • Der Weihnachtsbaum sollte in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen stehen. Ein Feuerlöscher oder Wasser sollte für den Fall des Falles immer griffbereit in der Nähe sein.
  • Wer nicht auf Wachskerzen verzichten möchte, sollte diese niemals unbeaufsichtigt lassen. Wer den Raum verlässt, sollte immer prüfen, ob alle Kerzen erloschen sind. Außerdem sollten Äste und Zweige genügend Abstand zur Flamme haben.
  • Feuerzeuge und Zündhölzer sollten für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Wenn die Festtags-Gans anbrennt, darf das brennende Fett niemals mit Wasser gelöscht werden. Stattdessen den Deckel auf den Topf legen und das Ganze vom Herd nehmen, so werden die Flammen erstickt.

Vorsicht an Silverster

Auch beim Jahreswechsel lauert so manche Gefahr. Beim Umgang mit Böllern und Knallkörpern sollte Folgendes beachtet werden:

  • Die Gebrauchsanweisung der Böller sollte in Ruhe durchgelesen werden.
  • Wer bis Mitternacht schon zuviel Alkohol getrunken hat, sollte die Finger von den Silvesterraketen lassen. Auch Kinder sollen nicht mit Feuerwerkskörpern herumhantieren.
  • Die Böller dürfen nicht auf Menschen oder Tiere gerichtet oder in geschlossenen Räumen gezündet werden. Stattdessen sollten die Raketen auf einer freien Fläche senkrecht nach oben abgefeuert werden.
  • Angezündete Knallkörper sollten sofort weggeworfen werden, Blindgänger dürfen nicht noch einmal angezündet werden, sondern sollten mit Wasser unschädlich gemacht und weggeworfen werden.
  • Fenster und Türen sollten geschlossen gehalten werden, damit keine Silvester-Raketen im Haus landen. Vorsicht: Verirrte Böller etwa auf dem Balkon können einen Brand verursachen.
  • Mülltonnen sollten in der Silvesternacht an einem sicheren Ort gelagert werden.
  • Am besten ein großes Gefäß mit Wasser für den Notfall mit nach draußen nehmen.

Der unachtsame Umgang mit Adventskränzen oder echten Kerzen an Christbäumen ist in der Weihnachtszeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände. Denn diese Brände werden meist viel zu spät entdeckt und können sich schon nach kurzer Zeit zu einem Zimmer- oder gar Wohnungsbrand entwickeln. Jürgen Bordt, stellvertretender Kreisbrandmeister des Landkreises Karlsruhe, weist auf die Wichtigkeit fachgerecht installierter Rauchmelder im Wohnbereich hin. Die frühzeitige Branderkennung lässt nicht nur höheren Sachschaden verhindern, sondern kann im Ernstfall auch Leben retten, so Fabian Geier, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Landkreis Karlsruhe. „Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind daher leicht entflammbar.

(ots/ bnn)