Giuseppe Cimino gibt vor seiner Eisdiele im Rastatter Stadtteil Plittersdorf an seinem Hunde-Eiswagen dem neun Jahre alten Jack Russell "Pauli" ein Eis. Cimino bietet für Hunde artgerechte Eissorten an, wie zum Beispiel mit Hüttenkäse und Vanille. | Foto: dpa

Auch Vierbeiner schlecken gern

Eis für alle

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Nicht nur Fluggesellschaften oder Regierungen können in eine Krisensituation geraten, sondern auch Gewürze. „Die Vanille ist in einer ganz großen Krise“, sagt Bernd Hachmann aus Hamburg. Und er muss es wissen, schließlich ist er Inhaber des 1881 gegründeten Vanillehandelshauses Aust & Hachmann. Ein Mangel herrsche derzeit vor allem an der „Bourbon-Vanille“, die nur aus den Gebieten Madagaskar, La Réunion oder den Komoren stammen darf. „Ausgerechnet Vanille!“, möchte man ausrufen, denn Vanille-Eis war 2016 mit einem Marktanteil von knapp einem Drittel (31 Prozent) die beliebteste Sorte der Deutschen – vor Schokoladen- und Nusseis.

Viel Geld für eine Kugel

So oder so – der Eis-Preis steigt ohnehin zuverlässig weiter nach oben. Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern, dass eine Kugel Eis früher für zehn Pfennige zu haben war. Heute muss man, wenn man Pech hat, bis zu 1,60 Euro dafür auf den Tisch legen.

Schlemmen ohne Ende

Da hätte es sich für wahre Eis-Fetischisten fast gelohnt, in der vergangenen Woche eben mal schnell nach New York zu fliegen. Beim dortigen Festival „Scooper Bowl“ konnten sich Besucher drei Tage lang für einen guten Zweck hemmungslos durch sämtliche Eissorten schlemmen und mussten – außer dem Tagesticket für rund 20 Dollar – nichts dafür bezahlen. Die Erlöse gehen an den „Jimmy Fonds“, der ein Krebsforschungszentrum und eine Kinderkrankenpflege unterstützt. Erstmals gab es das Festival 1985, seitdem wurden bereits mehr als fünf Millionen Dollar eingenommen.

Eis für Fiffi und Waldi

Ganz so viel Gewinn hat die Eisdiele von Giuseppe Cimino in Rastatt vermutlich noch nicht gemacht, aber mit einer ausgefallenen Geschäftsidee schaffte es der 36-Jährige jetzt in die Schlagzeilen. Er bietet seit einigen Wochen einen tierischen Eisservice an, über den bundesweit berichtet wurde. Seinem eigenen Hund hatte er schon des öfteren ein Eis mit Fleischstückchen zubereitet. Da dies dem Vierbeiner offensichtlich sehr mundete, verkauft er jetzt mehrere artgerechte Sorten für Fiffi, Waldi und Lassie – etwa mit Hüttenkäse und Vanille.
Die schleckigen Hunde bekommen ihr Eis allerdings nicht in einer Waffel, sondern in einem Becher zum Ausschlecken serviert.

 

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