Rolf Dohmen: Kandidatur als KSC-Präsident wegen formaler Hürde ungewiss.

Drei Monate fehlen

Dohmens Kandidatur beim KSC auf der Kippe

Anzeige

Die Präsidentschaftskandidatur von Rolf Dohmen beim Karlsruher SC steht vor einer ersten formalen Hürde. Wie die Badischen Neuesten Nachrichten erfuhren, fehlen dem früheren Bundesligaspieler und Sportdirektor des Vereins die in der Satzung festgeschriebene, ununterbrochene dreijährige Vereinszugehörigkeit, die eine Kandidatur um das Amt des Vereinschefs voraussetzt. „Ja, ich weiß das. Es fehlen mir drei Monate. Aber es gibt immer Mittel und Wege, wenn man will. Und ich will“, reagierte der 66 Jahre alte Dohmen, am Samstag mit dem Sachverhalt konfrontiert.

Dohmen war im Juni 2015 aus dem KSC ausgetreten und am 1. Januar 2017 wieder eingetreten. Dies hat zur Folge, dass er bei der im Herbst 2019 anstehenden Neuwahl des Vorstands die notwendige Mitgliedszeit um drei Monate unterschritten haben wird.

Wahl soll nicht an Formalie scheitern

Dohmen, der im nächsten Jahr Amtsinhaber Ingo Wellenreuther herausfordern wollte, gibt sich kämpferisch: „Ich werde alles dafür tun, um mein Wahlangebot nicht an dieser Formalie scheitern zu lassen“, erklärte er gegenüber dieser Zeitung.

Zu erwarten ist unter diesen Umständen, dass in der anstehenden Mitgliederversammlung im Oktober dem Souverän ein Antrag zur Satzungsänderung zur Abstimmung überlassen wird. Dieser könnte darauf abzielen, die dreijährige Mitgliedschaft als Zugangsvoraussetzung für ein Amt im Vorstand zu kippen. Genau diese Andeutung bestätigte Dohmen am Samstagnachmittag bei Facebook. „Es gibt immer Ausnahmen“, schrieb Dohmen dort.