Der FC Bayern rückt an den BVB ran
Münchens Thiago (Mitte links) bejubelt sein Tor zum 2:1 mit Robert Lewandowski und weiteren Mitspielern. | Foto: Torsten Silz

9. Spieltag

FC Bayern rückt an den BVB ran – VfB kassiert Klatsche

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Berlin (dpa) – Die Bayern sind wieder im Angriffsmodus und bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Borussia Dortmund herangerückt. Bedanken dürfen sich die Münchner nach ihrem 2:1-Erfolg beim FSV Mainz 05 auch bei einem Herthaner, der gegen den BVB doppelt traf. Den letzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga teilen sich nun zwei Clubs. Die Schlaglichter des neunten Spieltags:

DÄMPFER DANK DOPPELPACK: Zwei Tore von Herthas Salomon Kalou, nur noch zwei Punkte Vorsprung für den BVB auf die Bayern. Der Berliner Offensivspieler traf für die Gäste zweimal zum Ausgleich – zum 2:2-Endstand erst in der Nachspielzeit. Für Dortmund war dies nach zuvor vier Liga-Siegen in Serie mal wieder ein Rückschlag: «Ich habe darauf gewartet, endlich wieder selbst zu treffen, dass es dann gegen so einen Gegner klappt, der nicht viel zulässt, ist umso schöner», sagte Kalou nach seinen ersten Saisontoren.

VERFOLGER: Die Bayern sind wieder in der Spur. Nach nun drei Pflichtspielsiegen in Serie steigt das Selbstvertrauen beim Rekordmeister wieder. «Wir sind auf zwei Punkte herangerückt, das macht die Bundesliga interessant», stellte Trainer Niko Kovac mit Blick Richtung Tabellenspitze zufrieden fest. Der Coach machte jedoch auch klar: «Wir müssen jetzt nachlegen.»

SCHLUSSLICHTER: Nach dem für einen Aufsteiger ordentlichen Saisonstart mit fünf Punkten aus den ersten vier Spielen gab es für Fortuna Düsseldorf fünf Niederlagen. Auch das Torverhältnis von 2:17 ist deutlich. Noch ist der Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze aufzuholen, aber so langsam brauchen die Rheinländer eine Wende. Die wollen sie auch nach dem 0:3 gegen Wolfsburg mit Trainer Friedhelm Funkel schaffen: «Wir reden mit und nicht über den Trainer», sagte Clubchef Robert Schäfer. Den Trainer gewechselt hat der VfB Stuttgart bereits. Coach Markus Weinzierl musste bei 1899 Hoffenheim seine zweite 0:4-Niederlage im zweiten Spiel hinnehmen. «Ich wusste um die Schwierigkeit der Situation», sagte Weinzierl. «Es geht weiter.»

AUFSCHWUNG BEENDET: Vier Punkte hatte Hannover 96 aus den vorherigen beiden Partien geholt – und dabei in Leverkusen vergangene Woche sogar nur ganz knapp den Sieg verpasst. Bei der 1:2-Niederlage gegen Augsburg spielten die Niedersachsen jedoch lange schwach. «Das reicht so nicht», sagte Sportdirektor Horst Heldt. «Da muss sich jeder hinterfragen.» Der Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz beträgt nur einen Punkt.

BEFREIUNGSSCHLAG: Nach der Europa-Leauge-Pleite in Zürich drehte Leverkusen auf. Mit einem unfassbaren 6:2 bei Werder Bremen hat Bayer die Krise vorerst beendet und Heiko Herrlich sitzt wieder fester auf seinem Trainer-Stuhl. «Ob das meine Position gefestigt hat? Da bin ich der falsche Ansprechpartner», sagte Herrlich dazu nur.

RÜCKENWIND: Die in der Europa League erfolgreichen Clubs Eintracht Frankfurt und RB Leipzig konnten nicht gewinnen. Frankfurt kam nach zuletzt fünf Pflichtspielsiegen beim heimstarken Aufsteiger 1. FC Nürnberg am Sonntag nicht über ein 1:1 hinaus. Nach der Club-Führung von Adam Zrelak (78.) rettete Sebastian Haller der Eintracht mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit aber noch einen Punkt. Auch für Leipzig langte es beim 0:0 im Heimspiel gegen zuletzt schwächelnde Schalker nicht zum Sieg. Die Königsblauen konnten sich nach bereits sechs Niederlagen zumindest über das erste Remis der Saison freuen.