Jana Berezko-Marggrander hat sich vom Wettkampfsport verabschiedet | Foto: dpa

Berezko-Marggrander hört auf

Genug gelächelt für Olympia

Anzeige

Jana Berezko-Marggrander hat genug: Die 21 Jahre alte Sportsoldatin erklärte in einem Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten ihren Entschluss, ihre erfolgreiche Karriere in der Rhythmischen Sportgymnastik zu beenden. Den Gedanken, 2020 in Tokio ihre dritte Teilnahme an Olympischen Spielen anzustreben, verwarf die 19-malige deutsche Meisterin aus Linkenheim-Hochstetten nicht zuletzt wegen der neuen Anforderungen, die ihr vom Deutschen Turnerbund erst im Dezember mitgeteilt worden seien. „Ich bin eine erwachsene Gymnastin und habe in diesem Sport schon einiges vorzuweisen. Und ich sage das ganz ohne Arroganz. Bislang hieß es immer, Laura Jung und ich fahren zu internationalen Wettbewerben. So war es für mich etwas komisch, als ich erfuhr, dass ich künftig in internen Ausscheidungen beweisen soll, ob ich überhaupt EM-tauglich bin. Da fühlt man sich, als sei man gerade frisch in die Schule gekommen“, sagte die in Russland geborene Berezko-Marggrander, die in den vergangenen Jahren die Vorzeige-Gymnastin hierzulande war und sich nun auf ein neues Leben freut – nicht zwingend ganz ohne ihren Sport: “ Ich könnte mir zum Beispiel durchaus eine Tätigkeit als Nachwuchstrainerin vorstellen. Aber nicht auf höchstem sportlichen Niveau, zumindest im Moment nicht. Ich habe ja schon meine ganze Kindheit und Jugend in Hallen verbracht“, sagt sie.