Van der Linden und Niederhauser
Kelvin van der Linde (l.) und Patric Niederhauser standen bei den Rennen auf dem Nürburgring zwei Mal auf dem Treppchen. In Hockenheim können sie sich vorzeitig den Fahrertitel schnappen. | Foto: xEIBNER/JuergenxAugstx EP_JOGI

ADAC GT Masters

Remchinger Rennstall vor Coup am Hockenheimring

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Bessere Voraussetzungen gibt es nicht: 60 Kilometer liegen zwischen dem Hockenheimring und Remchingen. Auf der nordbadischen Strecke steigt am Wochenende das vorletzte Rennwochenende der ADAC GT Masters. Und näher an der Heimat könnte die Meisterschaftsparty von HCB Rutronik Racing quasi nicht steigen.

Der Rennstall aus dem Enzkreis steht in seinem allerersten GT-Masters-Jahr vor einem Coup: dem Fahrertitel. „Es ist nicht normal, dass man so in eine Rennserie einsteigt“, sagt Teamchef Fabian Plentz. Bereits vor den Läufen am Samstag (14.45 Uhr) und Sonntag (13.05 Uhr/beide Sport 1) steht fest: Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde dominieren die GT3-Rennserie. „Die Chance auf den Titel ist nicht alltäglich“, ordnet Plentz deren Leistung ein, gibt aber zu: „Wir haben vor der Saison bewusst tiefgestapelt.“

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Konkurrenz aus dem eigenen Bundesland

An den Hockenheimring reisen die Audi-R8-Piloten mit satten 40 Punkten Vorsprung an. Bei den Rennen teilen sich zwei Fahrer ein Auto, nach der Hälfte der Distanz wird gewechselt. 25 Zähler gibt es für die Sieger pro Lauf am Samstag und am Sonntag. Baut das Rutronik-Duo in Hockenheim den Vorsprung auf 51 Punkte aus, ist die Meisterschaft fix.

Konkurrenz bekommen die Remchinger aus dem eigenen Bundesland. Callaway Competition sitzt in Leingarten. Mit ihrer schwäbischen Corvette haben Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer bereits 104 Zähler gesammelt.

Teamchef: Abläufe machen den Unterschied

Warum die Remchinger so erfolgreich sind, erklärt Teamchef Plentz: „Wir haben immer die selben Abläufe bei den Autos, bei der Technik – das hält die Qualität aufrecht.“ Auch Dennis Marschall, der den zweiten Rutronik-Audi lenkt, lobt: „Wir sind fast immer die Schnellsten. Das spricht für uns.“

In der Teamwertung liegt der Remchinger Rennstall auf Platz zwei

Lohn für die Arbeit des Rennstalls wäre zudem der Sieg in der Teamwertung: HCB Rutronik ist mit 153 Zählern Zweiter hinter GRT Grasser (162) aus Österreich. Marschall und seine Kollegin Carrie Schreiner (aktuell sechs Zähler) müssen ebenfalls punkten. Schreiner, die in ihrer ersten Masters-Saison bislang Lehrgeld zahlen musste, sagt forsch: „Ich habe gute Erinnerungen an Hockenheim. Dort bin ich die meisten Rennen gefahren.“ Die Top Ten seien das Ziel.