Favorit
Alba Berlin will den Gewinn des neunten Meistertitels perfekt machen. Trainer Aito Garcia Reneses (l) und seine Spieler stehen zusammen. | Foto: Adam Pretty/Getty Images Europe/Pool/dpa

BBL-Meisterturnier

Historie, Feier, Auszeichnung: Das Wichtigste zum Finale

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München (dpa) – Die große Party mit Fans wird es nicht – doch die Basketball-Bundesliga verspricht ihrem Meister zumindest eine «würdige und wertige Feier» unter Corona-Bedingungen.

Zum Ende des außergewöhnlichen Finalturniers in München steht Alba Berlin vor dem neunten Gewinn der deutschen Meisterschaft. Nach dem 88:65-Hinspielsieg gegen die MHP Riesen Ludwigsburg geht der Hauptstadtclub mit einem beruhigenden 23-Punkte-Vorsprung in das zweite Finale am heutigen Sonntag (15.00 Uhr/Sport1 und Magentasport). Die Ergebnisse beider Partien beim Finalturnier in München werden addiert.

Das Wichtigste im Überblick:

HISTORIE: Alba holte 1997 seinen ersten Meistertitel und 2008 den achten und bislang letzten. Die vergangenen zehn Jahre machten der FC Bayern München und Bamberg die Meisterschaft unter sich aus. Die deutschen Basketball-Meister seit 1997 im Überblick:

2019FC Bayern München2018FC Bayern München2017Brose Bamberg2016Brose Bamberg2015Brose Bamberg2014FC Bayern München2013Brose Baskets2012Brose Baskets2011Brose Baskets2010Brose Baskets2009EWE Baskets Oldenburg2008Alba Berlin2007Brose Baskets2006Rheinenergie Köln2005GHP Bamberg2004Opel Skyliners Frankfurt2003Alba Berlin2002Alba Berlin2001Alba Berlin2000Alba Berlin1999Alba Berlin1998Alba Berlin1997Alba BerlinHISTORIE II: Mit dem neunten Titel könnte Alba zu Brose Bamberg aufschließen. Seit Einführung der Bundesliga in der Saison 1966/67 hat nur Bayer Leverkusen mehr Meisterschaften gewonnen. Die Bundesliga-Meister im Überblick:

TitelTeamJahre14Bayer Giants Leverkusen1970-1972, 1976, 1979, 1985, 1986, 1990-19969Brose Bamberg2005, 2007, 2010-2013, 2015-20178Alba Berlin1997-2003, 20084Gießen 46ers1967, 1968, 1975, 19784BSC Saturn Köln1981, 1982, 1987, 19883FC Bayern München2014, 2018, 20193ASC 46 Göttingen1980, 1983, 19842USC Heidelberg1973, 19771VfL Osnabrück19691SSV Hagen19741Steiner Bayreuth19891Opel Skyliners Frankfurt20041Rheinenergie Köln20061EWE Baskets Oldenburg2009Mehrere Teams haben in ihrer Historie den Namen geändert. In dieser Übersicht werden die Namen wie von der BBL angegeben verwendet.

MVP: Da die reguläre Hauptrunde nach gut der Hälfte der Partien wegen der Coronavirus-Krise abgebrochen wurde, vergibt die Liga die regulären Auszeichnungen wie beispielsweise für den wertvollsten Spieler der Saison dieses Jahr nicht. Eine individuelle Trophäe gibt es am Sonntag dennoch – für den wertvollsten Akteur des Finalturniers. Dieser wird von den zehn Kapitänen der teilnehmenden Teams gewählt.

Einer der Anwärter ist Ludwigsburgs Marcos Knight. Der US-Profi zeigte überragende Playoff-Leistungen, musste aber Final-Hinspiel mit einer Fußverletzung aussetzen. «Ich hoffe, dass Marcos am Sonntag spielen und sich diesen Award verdienen kann», sagte Ludwigsburgs Trainer John Patrick. Alba überzeugte beim Turnier mit geschlossener Teamleistung – Peyton Siva und Luke Sikma wären die heißesten MVP-Kandidaten.

GÄSTE: Auch für das Finale wird die BBL ihr strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept nach eigenen Angaben nicht aufweichen. Was bedeutet, dass die Teams nur eine sehr begrenzte Anzahl an Plätzen auf der ansonsten weitgehend zuschauerleeren Tribüne zur Verfügung haben. Bei Alba sind es sechs – «das ist ein Problem», sagte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi augenzwinkernd. Die Zahl derer, die das bevorstehende Ende der meisterlosen Zeit in der Halle verfolgen wollen, dürfte deutlich höher liegen.

FEIER: Auch wenn es nicht zum Titel reichen sollte, wäre es die beste Saison in der 60-jährigen Club-Geschichte der Ludwigsburger. Dies wollen die Riesen am Montagabend mit ihren Fans feiern – wegen der Coronakrise im Autokino Kornwestheim. 500 Autos sollen zugelassen werden. Beide Teams wollen noch am Sonntag aus dem Quarantäne- Hotel auschecken und zurückreisen.

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