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Fußball

Karlsruher Fußball-Kreisliga baut den Spielmodus um: keine klassische Saison mehr

Die 19 Karlsruher Fußball-Kreisligisten haben sich gegen eine Saison mit klassischer Hin- und Rückrunde ausgesprochen. Stattdessen plädierten zwei Drittel der Teams für ein alternatives Modell.

Die Kreisliga Karlsruhe und damit auch der FC Spöck mit Nico Di Benedetto und Norman Durand (von rechts) und der FC Eggenstein (auf dem Foto Richard Henning) spielt in der kommenden Saison nach einem neuen Modus. Foto: Oliver Hurst GES/Oliver Hurst

Die Karlsruher Kreisligisten gehen neue Wege. In der am 6. September beginnenden Saison ermitteln die 19 Mannschaften nicht klassisch mit Hin- und Rückrunde Auf- und Absteiger, sondern spielen in einem alternativen Modus: Nach einer Vorrunde jeder gegen jeden wird die Staffel in eine obere und eine untere Hälfte geteilt.

Zwei Drittel der Vereine gegen Hin- und Rückrunde

Nach BNN-Informationen sprachen sich die Vereine mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für das neue Modell aus. Der Vorteil: statt 38 Spieltagen, die auch mindestens acht Englische Wochen und Partien an Feiertagen notwendig gemacht hätten, kommen die Mannschaften mit 28 Spieltagen über die Runde. Damit können witterungsbedingt abgesagte Spiele leichter nachgeholt werden. Auch auf womöglich notwendig werdende Pausen aufgrund der Corona-Pandemie kann bei weniger Spieltagen flexibler reagiert werden.

Fünf Absteiger

Die Kritiker des Modells führten unter anderem ins Feld, dass von den zehn Mannschaften, die nach der Vorrunde in die Abstiegsgruppe einsortiert werden, die Hälfte den bitteren Gang in die Kreisklasse A antreten muss. Für den Neunten nach der Vorrunde gehe es dagegen dann sportlich schon um nichts mehr. Es gibt fünf Absteiger, um die Staffel wieder auf die frühere Größe zu reduzieren. Nachdem die Saison 2019/20 Mitte März wegen Corona abgebrochen worden war, beschloss der Badische Fußball-Verband (bfv), dass es nur Aufsteiger, aber keine Absteiger gibt. Dadurch kamen große Staffeln zustande.

Die Oberliga Baden-Württemberg spielt in der Saison 2020/21 gar mit 21 Mannschaften. Die Mehrheit dieser Vereine hatte sich aber für eine Hin- und Rückrunde ausgesprochen. Auf die Liga kommt nun ein Mammutprogramm von 42 Spieltagen zu. Auch die Landesliga Rhein-Neckar lässt die 19 Mannschaften im althergebrachten Modell antreten, dagegen wird auch die Landesliga Odenwald nach dem alternativen Modus spielen. Die Kreisliga Pforzheim, ebenfalls 19 Vereine stark, will am Wochenende entscheiden, wie sie die Saison spielt.

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