Angelique Kerber und Wim Fissette
Angelique Kerber mit Ex-Trainer Wim Fissette. | Foto: Steven Paston/PA-Wire

Wimbledonsiegerin

Kerber schweigt zu Details der Trainer-Trennung

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Singapur (dpa) – Deutschlands Tennis-Star Angelique Kerber hat bei ihrer ersten Äußerung über die Trennung von Trainer Wim Fissette die genauen Gründe für das Ende der Zusammenarbeit für sich behalten.

«Wir haben uns entschieden, nicht mehr zusammenzuarbeiten, weil wir unterschiedliche Auffassungen hatten, wie es weitergeht», sagte die Wimbledonsiegerin am Samstag bei den WTA Finals in Singapur. «Es gab einige Details, die den Ausschlag gaben, aber da will ich nicht tiefer drauf eingehen.»

Dass die Anfang der Woche bekannt gewordene Entscheidung überhastet fiel, wies Kerber von sich. «Ich treffe Entscheidungen nicht einfach so von heute auf morgen, sondern habe schon einige Zeit darüber nachgedacht», sagte die 30-Jährige, die in ihrem ersten Gruppenspiel am Montag auf die Niederländerin Kiki Bertens trifft. «Über die Jahre habe ich gelernt, Entscheidungen schneller zu treffen, aber sehr überlegt. Ich stehe nicht morgens auf und entscheide das einfach so.»

Elf Monate hatte die deutsche Nummer eins mit Fissette, der im vergangenen November Nachfolger von Kerbers Langzeittrainer Torben Beltz geworden war, erfolgreich zusammengearbeitet. Der frühere Coach von Kim Clijsters und Sabine Lisicki hatte die Schleswig-Holsteinerin aus ihrem Tief und in Wimbledon zum dritten Grand-Slam-Titel geführt.

Unmittelbar nach den WTA Finals will sich Kerber über ihre Zukunft Gedanken machen. «Da setze ich mich mit meinem Team hin und rede, jetzt will ich mich erstmal auf Singapur konzentrieren. Das Thema Trennung von Wim ist für mich beendet», erklärte die Weltranglisten-Dritte. «Die ersten Tage waren schwierig, weil viele das nicht erwartet hatten. Aber man muss für sich selbst entscheiden, wenn es nicht mehr passt. Aber ich weiß, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.»

Beim Saisonabschluss der besten Acht wird die Linkshänderin von Sparringspartner André Wiesler betreut. Neben Bertens, die für die verletzte rumänische Weltranglisten-Erste Simona Halep nachgerückt war, bekommt Kerber es mit US-Open-Siegerin Naomi Osaka aus Japan und French-Open-Finalistin Sloane Stephens aus den USA zu tun. «Es ist ein komplett anderes Turnier als die anderen, weil du hier auch nach einer Niederlage noch im Wettbewerb bist und es vielleicht auch auf die Zahl der Sätze und Spiele ankommt, die du gewinnst oder verlierst», sagte Kerber. Die besten Zwei der beiden Gruppen ziehen jeweils ins Halbfinale ein.