Nach dem Spiel in Diskussion: v.l. Anton Fink (KSC), Co-Trainer Dimitrios Moutas (KSC), Trainer Alois Schwartz (KSC).
Nach dem Spiel in Diskussion: v.l. Anton Fink (KSC), Co-Trainer Dimitrios Moutas (KSC), Trainer Alois Schwartz (KSC). | Foto: GES

DFB erwartet Stellungnahme

KSC-Co-Trainer Moutas muss sich erklären

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Das Aufstiegsrennen der Dritten Liga duldet kaum noch Fehler. Nicht solche, wie sie sich die Abwehrreihe des Karlsruher SC gegen Fortuna Köln (3:1) im ersten Abschnitt leistete. Auch nicht solche, die Dritte zum Nachteil des KSC begehen: Schiedsrichter beispielsweise.
Wie angespannt die Nerven in KSC-Reihen bei der verspäteten Rückkehr aus der Fußball-Pause waren, ließ sich am Samstagnachmittag indirekt an jenem Wechsel erkennen, denn die Blau-Weißen genötigterweise zur Pause vollzogen: Denn in den zweiten 45 Minuten hatte Alois Schwartz plötzlich Christian Eichner und nicht länger seinen ersten Vertrauensmann Dimitrios Moutas an seiner Seite. So ein Wechsel in der Coaching-Zone während einer Partie fällt auf – und hat, wie im Fall des KSC auf seinem Weg zum letztlich verdient erspielten 3:1 – einen Hintergrund, der sich im Spielbericht des Schiedsrichters als Sonderbericht niederschlägt.

Keine Beleidungungen ausgestoßen

Moutas war aus dem Innenraum verwiesen worden. Denn sehr energisch war der 50-Jährige unter dem Eindruck des Zwischenstandes von 0:1 bei der Rückkehr aus der Pause in den Katakomben gegenüber dem Schiedsrichter geworden. Jener habe sich zu einem „Hauptdarsteller“ aufgeschwungen, warf Moutas dem Pfälzer Timo Gerach vor. Natürlich war es um jene Szene gegangen, als Gerach ein reguläres Tor Anton Finks aberkannte, weil der Spielleiter aus Landau davor eine Ballberührung Marvin Pouriés gesehen haben wollte. Eine solche hätte den Schützen nach dem zu ihm durchgerauschten Schuss David Pisots ins Abseits gestellt. Der Linienrichter hatte in der Szene die Fahne unten gelassen, Gerach ihn dann mit Verzögerung überstimmt. Aus Sicht von Moutas ein unerträgliches Vorgehen. Beleidigungen habe er aber nicht ausgestoßen.

Stellungnahme bis 12. Februar gefordert

Der DFB-Kontrollausschuss habe bei ihm eine Stellungnahme bis zum 12. Februar angefordert, bestätigt
Moutas. Mit einer Geldstrafe hat er wohl zu rechnen. Auswirkungen auf seinen Job beim Liga-Doppelpack im Osten, am Samstag in Jena und am Dienstag in Zwickau, hat der Vorgang aber nicht.
Testspiel

Testspiel

Der KSC tritt an diesem Dienstag mit einer Auswahl aus Drittliga-Akteuren und Spielern aus der U19 zu einem Testspiel gegen den FK Pirmasens an. Angepfiffen wird die Partie gegen den Tabellenelften aus der Regionalliga Südwest um 18.30 Uhr im Jugendstadion.