Nordtribüne
Die provisorische Nordtribüne im Wildpark steht | Foto: jodo

Provisorische Tribüne

KSC gegen Meppen: Aufstiegskampf auf der Baustelle

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Am Samstag steht für den Karlsruher SC die nächste Partie um den Aufstieg in die zweite Liga an. Gegner im Wildpark ist der SV Meppen. Die Fans der Badener müssen wegen des Umbaus umziehen.

Wie sich die Vorarbeiten für den Stadionneubau im Wildpark atmosphärisch auswirken würden, war seit Mitte November nur eine Randbetrachtung bei Heimspielen. Dass der Karlsruher SC seine drittklassigen Gäste auf einer Baustelle empfängt, hat sich auf die Resultate der Heimmannschaft nicht markant nachteilig ausgewirkt.

17 der 27 möglichen Punkte aus den neun Partien, die seit dem ersten Baggerbiss ausgetragen wurden, holte das von Alois Schwartz betreute Team. Aus den ersten sieben Ligapartien der Saison an Ort und Stelle waren es elf Punkte gewesen. Die sportlichen Vorzeichen stehen von der Papierform her eigentlich günstig, dass der Tabellenzweite sein drittletztes Saisonheimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den SV Meppen erfolgreich gestalten kann – im engen Aufstiegsrennen mit den Rivalen aus Wehen und Halle schließlich wäre dies von großer Bedeutung.

KSC stellt das drittbeste Heimteam

Mit der Ausbeute von 25 Punkten stellen die Badener hinter dem designierten Meister VfL Osnabrück sowie Verfolger SV Wehen Wiesbaden das drittbeste Heimteam, während die in der Rückrunde stark aufgekommenen Meppener sich auswärts (16 Punkte) tendenziell schwer taten.

Das Duell mit der Konkurrenz aus dem Emsland wird nun das erste auf der Wildpark-Baustelle sein, bei dem sich die Stimmung auch für die Akteure auf dem Rasen ungewohnt anfühlen wird. Denn während bislang die Anfeuerungen und Schlachtrufe vor allem von der Gegengerade kamen, von der Seite also, werden diese in der nächsten Zeit von hinter dem einen Tor, von der für 5.000 Zuschauer ausgelegten provisorischen Nordtribüne kommen. Dorthin mussten die Stimmungsmacher wegen des nächsten Bauabschnitts umziehen.

Besuch aus Sandhausen

Am Mittwoch witterte mancher Trainingsbesucher den nächsten KSC-Transfer aus Sandhausen in der Mache. Denn der Mittelfeldspieler Erik Zenga, bei den Kurpfälzern bis 2020 gebunden, ließ sich am Platz der KSC-Profis blicken. Doch wie sich zeigte, hatte dessen Besuch nur mit der Tatsache zu tun, dass in Trainer Schwartz und den Spielern Marco Thiede, Damian Roßbach und Manuel Stiefler vier alte Bekannte Zengas beim KSC beschäftigt sind.