Freude pur: Marvin Wanitzek jubelt nach seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung des KSC gegen Braunschweig.
Freude pur: Marvin Wanitzek jubelt nach seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung des KSC gegen Braunschweig. | Foto: GES

Zum Auftakt noch zu harmlos

KSC und Braunschweig trennen sich 1:1

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Der KSC konnte keinen Traumstart in die neue Saison hinlegen. Im Eröffnungsspiel der Dritten Liga bei Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig musste sich der Karlsruher SC trotz zwischenzeitlicher Führung mit einem 1:1(1:0)-Unentschieden begnügen.

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz hatte mit Saliou Sané, Damian Roßbach, Martin Röser und Manuel Stiefler gleich vier Neuzugänge in der Startelf aufgeboten.

„Jetzt schauen wir mal, wo wir stehen“, hatte sich Coach Schwartz auf den Start gefreut. Nach der Eröffnungszeremonie zum Auftakt in die Dritte Liga sahen die rund 1.000 KSC-Fans unter den 20.000 Zuschauern, wie ihre Karlsruher Mannschaft sich nicht hinten einigelte.

Präsente Braunschweiger machen das Spiel schnell

Die Badener pressten zu Beginn und suchten ihre Chance nach vorne. David Pisot (3. Minute) kam zum Abschluss. Nach Freistoß von Marvin Wanitzek, köpfte der KSC-Kapitän aber am Tor vorbei. Dann aber war bald Braunschweig am Drücker. Nach rund zehn Minuten kamen die Hausherren erstmals gefährlich vor das Tor von Benjamin Uphoff und Kapitän Pisot musste nach Flanke von Malte Amundsen in den Strafraum in höchster Not zur Ecke klären.

Diese brachte erneut Gefahr für den KSC. Onur Bulut brachte die Ecke zu Frederik Tingager, der mit seinem Kopfball Uphoff zur Parade zwang. Die Eintracht war nun besser in der Partie und gestaltete das Spiel schnell.

Führung nach Standard

Ivan Franjic (19.) kam so aus rund 20 Metern zum Schuss, verfehlte das KSC-Tor jedoch. Die KSC-Abwehr war nun stärker gefragt. Dennoch bekam auch die Karlsruher Offensive bald ihre Chance per Standard.

Wanitzek (24.) trat zum Freistoß an, ließ Abwehr sowie Keeper keine Chance und versenkte den Ball aus rund 25 Metern unhaltbar zum 1:0 für den KSC im Tor.

Dass man sich auf der Führung nicht ausruhen durfte, rief Philipp Hofmann (27.) den Badenern mit seinem Kopfball bald ins Gedächtnis. Die Karlsruher konnten sich immer wieder bei Schlussmann Uphoff bedanken, der glänzend eingriff. Die Eintracht drängte und die Karlsruher mussten sich auf ihre defensive Stärke besinnen. So ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Aggressiver gegen den Ball

„Ich glaube mit dem Resultat können wir zufrieden sein“, lobte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer in der Pause. „Wir haben ein schönes Freistoßtor gemacht, aber Braunschweig mit seinen großen, kopfballstarken Spielern ist immer gefährlich“, warnte Kreuzer vor den zweiten 45 Minuten.

„Wir haben nach dem Tor das Aggressive gegen den Ball vergessen. Die Devise heißt jetzt, aggressiver gegen den Ball arbeiten“, erklärte auch Ko-Trainer Dimitrios Moutas in der Pause.

Nicht unverdienter Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel war es jedoch weiter die Eintracht, die das Spiel bestimmte und Druck nach vorne machte. Der KSC schaffte es noch nicht, seine Offensivabteilung aus dem Spiel heraus in Szene zu setzen. Vielmehr bekam er seine Möglichkeit erneut durch einen Freistoß, den Wanitzek (55.) nur knapp über das Lattenkreuz setzte.

Die Eintracht machte es dagegen besser. Gut und schnell herausgespielt kam der Ball in den KSC-Strafraum, wo ihn Stiefler direkt vor die Füße von Bulut (57.) klärte. Der fackelte nicht lange und schob zum Ausgleich ein.

Nach der zweiten Trinkpause im Spiel trumpfte Florent Muslija (68.) auf, der für die erste richtige Chance des KSC aus dem Spiel heraus sorgte. Schlussmann Marcel Engelhardt parierte glänzend und klärte zur Ecke, die aber nicht gefährlich wurde.

KSC nun aktiver

Beide Teams wollten sich mit dem Unentschieden nicht begnügen. Während Hofmann (72.) nach einem schnellen Konter die Chance auf die Führung für die Hausherren vergab, kam auch Stiefler im Gegenzug gefährlich vors Tor. Der KSC drängte nun mehr. Martin Röser (80.) stand allerdings nach Pass von Stiefler im Abseits. Die Eintracht stand tief und lauerte auf ihre Konterchancen.

Die klaren Chancen hatte der aktivere KSC. Marvin Pourié (88.) scheiterte aber ebenso an Keeper Engelhardt wie kurz zuvor Marc Lorenz. Das Siegtor wollte keiner Mannschaft in der Schlussphase gelingen, und so gab es die Punkteteilung zum Auftakt.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Muslija, Wanitzek, Stiefler, Röser (82. Fink), Sané (70. Lorenz), Pourié.