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Vamos! Die Marbella-Kolumne

KSC-Trainingslager: Ein Adios aus Coín

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Vamos, auf geht‘s also. Nach einer Woche über Málaga zurück nach Hause. Das Hin und Her auf der A7 entlang der Küste und das Dauer-Kreiseln in den Orten haben ein Ende. Im Kopf: neben Fußball wieder ein Stilleben an Eindrücken.
In der urigen Taberna Mar de Alboran am Hafen von Estepona, wo die Tapas angeblich die besten sind, lachte der Besitzer, ein Bilderbuch-Spanier mittleren Alters mit gepflegtem Bart und feurigen Augen, laut auf. Wenn Fremde in seinen Landstrich schon nicht Urlaub machen, sondern die Arbeit als Motiv angeben, so sei dies höchstens als „die Arbeit im Paradies“ zu betrachten. Er jedenfalls tue das, im Paradies arbeiten. Die Albondigas und die Gambas Pil Pil seien auf dem Weg. Das schwarze Kätzchen, das von draußen hereinschlich, hat‘s längst gerochen..
Zehn Autominuten sind es nach „El Paraiso Alto“, eines der verlassenen Villenviertel. Die teueren Fassaden im Kolonialstil, umschmeicheltvon Zypressen und Olivenbäumen, werden noch getopot von dem Riesenanwesen in der Calle Castano. Wer es erbauen ließ? Prince, das 2016 verstorbene Musikgenie aus Minneapolis, überraschte seine damalige Frau Mayte Garcia mit dem von beiden dann zeitweise bewohnten Lustschloss.
Im Hinterland stößt man auf Coin, wo der KSC am letzten Tag im Trainingslager auf einem wahrhaft paradiesisch im Wald gelegenen Platz dann gegen den FC Winterthur mit 3:1 gewann. Der Ort selbst: sehenswert. Seine Gassen: verwinkelt wie auf alten Kitsch-Postkarten. Treffpunkt der Einheimischen ist die Plaza de la Alameda, wo ältere Herren mit andalusischer Gelassenheit das Tagesgeschehen besprechen. Für mich aber ist es Zeit, Adios zu sagen. Und Gracias!

BNN-Sportchef René Dankert beobachtet den Karlsruher SC in dessen Trainingslager an der Costa del Sol. In seiner Kolumne ¡Vamos! wirft er auch Blicke abseits der KSC-Spur. Denn die Gegend um Marbella ist auch dieser Tage wieder der Hot Spot für eine Vielzahl von Profifußballmannschaften aus ganz Europa, die die klimatisch milden Bedingungen an der Costa del Sol zu schätzen wissen.