Vamos! Die Marbella-Kolumne

KSC-Trainingslager: Looses Winterthur

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Vamos, auf geht’s also. Zur Verabredung mit Ralf Loose in der Hotellobby. Ein Deutscher, der in Vaduz lebt und als früherer Nationaltrainer Liechtensteins in der Schweiz wirkt, ist auch in Andalusien vor allem eines: pünktlich. Nachdem sich der Trainer des FC Winterthur gesetzt hat, erzählt er, wie froh er ist, dass die Leute beim Zweitligisten ihm diese Bedingungen in Estepona mit der Mannschaft ermöglichen. Daheim rollen die Schneeschieber und hier blüht’s entlang der Strandpromenade Mitte Januar, dass es eine Pracht ist. Die neuntägige Flucht sei nichts, was selbstverständlich wäre, denn auch beim Tabellenzweiten aus der Challenge League müsse man sparen.

Niveau vergleichbar

Von Vaduz nach Winterthur sind es 130 Kilometer. Und man merkt dem früheren Bundesligaspieler von Borussia Dortmund  und Fortuna Düsseldorf an, wie froh er ist, vor der Haustür beim mit 4 000 Zuschauern im Schnitt zugkräftigsten Club etwas zu bewegen. Nachdem Loose 2015 bei Preußen Münster weg war, arbeitete er kurz auch im Trainerstab von Felix Magath in Shandong Luneng. Doch das so andere Leben in China behagte dem heute 56-Jährigen überhaupt nicht.
Beim Testspielgegner des KSC setzt man auf einheimische Jungs. Das Niveau der Challenge League? „Sie werden es am Dienstag sehen“, sagt Loose und lacht. Es sei in etwa mit dem der Dritten Liga in Deutschland vergleichbar. Vom KSC kennt Loose Oliver Kreuzer, außerdem Ingo Wellenreuther und Günter Pilarsky. Mit den Männern aus dem Vorstand habe er mal ein Jobgespräch geführt. Warum es nichts wurde, das wisse Loose nicht.

 

BNN-Sportchef René Dankert beobachtet den Karlsruher SC in dessen Trainingslager an der Costa del Sol. In seiner Kolumne ¡Vamos! wirft er auch Blicke abseits der KSC-Spur. Denn die Gegend um Marbella ist auch dieser Tage wieder der Hot Spot für eine Vielzahl von Profifußballmannschaften aus ganz Europa, die die klimatisch milden Bedingungen an der Costa del Sol zu schätzen wissen.