Das Nachsehen hatte der Karlsruher Daniel Bernhardt im Aalener Tor in dieser Saison des Öfteren.
Das Nachsehen hatte der Karlsruher Daniel Bernhardt im Aalener Tor in dieser Saison des Öfteren. | Foto: GES

Die Null steht nicht

KSC trifft im VfR Aalen auf einen wenig sattelfesten Kontrahenten

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Wenn Huub Stevens sich die Gegentorbilanz des VfR Aalen in der Dritten Fußballliga anschauen würde, dann dürfte dem ehemaligen Trainer von Schalke 04 und des VfB Stuttgart ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Die Maxime des knorrigen Niederländers war schließlich stets: Die Null muss stehen.

Auf der Ostalb ist man von einer sattelfesten Defensive dagegen weit entfernt. Nur zweimal blieb der Karlsruher Daniel Bernhardt im VfR-Kasten in dieser Saison ohne Gegentor. Allerdings fließen in diese Rechnung eine Menge Unentschieden und überwiegend knappe Niederlagen ein. Zuletzt kassierte das Schlusslicht nach einer überlegen geführten Partie eine unglückliche 0:1-Niederlage gegen Aufstiegskandidat Halle – durch einen abgefälschten Schuss.

So trennt sich dann auch die Spreu vom Weizen.

Alois Schwartz, der mit dem Karlsruher SC an diesem Mittwoch (19 Uhr) den Verein für Rasenspiele im Wildpark empfängt, attestierte der Mannschaft von Rico Schmitt fehlendes Matchglück, um jedoch auch zu betonen: „So trennt sich dann auch die Spreu vom Weizen.“ Bernhardt, der über die Stationen FC Friedrichstal, ASV Durlach und 1899 Hoffenheim nach Aalen kam und seit 2009 für den Club spielt, betonte in der Schwäbischen Zeitung aber, dass der VfR nie aufgebe. „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als wieder aufzustehen“, sagte der 33-Jährige. Und auch Trainer Schmitt merkte an: „Für uns gilt es am Mittwochabend, dranzubleiben.“ Eine kleine Kampfansage also an den Tabellenzweiten aus Karlsruhe, der nach den Erfolgserlebnissen gegen Osnabrück und in Uerdingen den dritten Sieg in Folge einfahren will, wie Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek versicherte: „Wir müssen wieder die gleiche Leidenschaft an den Tag legen. Das ist die Basis.“

Mannschaft mit Charakter

Aus dem Tief zu Jahresbeginn scheint sich der KSC inzwischen rausgearbeitet zu haben. Die Art und Weise in den vergangenen zwei Spielen hatte Schwartz gefallen. Als Wendepunkt sieht der KSC-Coach die 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern Mitte Februar. In der täglichen Arbeit habe sich seitdem zwar nichts geändert, so Schwartz. Doch man sei sich einig gewesen, dass der Auftritt gegen die Roten Teufel zu leidenschafts- und emotionslos gewesen sei und es so nicht weitergehen könne. Den Schalter konnte der KSC anschließend umlegen. „Die Mannschaft hat Charakter und Mentalität, das zeigt sie immer wieder.“