Viel los ist in diesen Tagen vor und hinter den Kulissen beim Karlsruher SC.
Kommen doch Fans vor das Stadion? Die Polizei wird am Samstag beim Geisterspiel des KSC gegen Darmstadt das Außengelände besonders gut beobachten. | Foto: GES

Kommen Fans vor das Stadion?

KSC vor Re-Start in der Zweiten Liga: Auch für die Polizei sind Geisterspiele ungewohnt

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„Die Planungen für das Spiel gegen Darmstadt sind wie bei einem normalen Spiel“, sagt Florian Kornprobst, Pressesprecher beim Karlsruher SC. „Normal“ wird an diesem Samstag (13 Uhr) beim Heimspiel des KSC gegen den SV Darmstadt in der Zweiten Fußballbundesliga jedoch aller Voraussicht nach gar nichts – auch nicht vor den Eingängen des Wildparkstadions.

In dem 35-seitigen Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) wird jedes Stadion in drei Zonen unterteilt, in jeder Zone dürfen sich maximal 100 Leute aufhalten. Während Spieler und Betreuer vor allem am Geschehen in Zone eins, dem Stadioninnenraum interessiert sein dürften, steht für Polizei und Sicherheitspersonal vor allem Zone drei, das Stadionaußengelände, im Fokus.

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Dort werden sich nach Angaben des KSC-Pressesprechers sowohl Polizisten als auch Ordner aufhalten. Unter den Beamten wird aller Voraussicht nach keine Bereitschaftspolizei (Bepo), die beispielsweise bei sogenannten „Risikospielen“ die Behörden vor Ort unterstützen, zum Einsatz kommen. Dies teilte Armin Förster, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Einsatz in Göppingen, mit.

„Da am Wochenende viele Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen stattfinden werden, müssen wir abwägen, wie viele Beamte wir zu welcher Veranstaltung schicken können“, so Förster.

Wir wissen nicht, was uns erwartet.

Raphael Fiedler, Polizei Karlsruhe

Die Karlsruher Polizei plane ihrerseits einen kleinen Einsatz. „Wir wollen uns die Situation vor Ort in Ruhe anschauen. Ein Geisterspiel ist für uns ungewohnt, wir wissen nicht, was uns erwartet und haben auch keine Erfahrungswerte dazu. Wir sind in regem Austausch mit Fanprojekten, Ordnungsamt und Verein“, so Raphael Fiedler von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

„Auch wenn wir bisher noch nichts von einer organisierten Veranstaltung der Fans gehört haben, werden wir rund ums Stadion und bis in die Innenstadt präsent sein. Uns ist bekannt, dass nicht alle Fans mit Spielen ohne Zuschauer einverstanden sind. Wir können die Lage deshalb nicht abschließend einschätzen“, sagt Fiedler.

Für die Fans heißt es also Wohnzimmer statt Stadion. Beim Re-Start der Bundesliga können sie zumindest an zwei Spieltagen live im Free-TV dabei sein. Der Pay-TV-Sender Sky teilte mit, die Konferenz-Schalten von den Geisterspielen der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag am 26. und 27. Spieltag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zu zeigen.