Auf den Neustart bereiten sich gerade die Profis des Karlsruher SC mit Trainer Christian Eichner vor, hier noch im Wildpark.
Auf den Neustart bereiten sich gerade die Profis des Karlsruher SC mit Trainer Christian Eichner vor, hier noch im Wildpark. | Foto: GES

Am Samstag gegen Darmstadt

Bei Abbruch könnte der Abstieg drohen: Für KSC beginnt die Zeit der Endspiele

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Dem Karlsruher SC steht am Samstag beim Liga-Neustart gegen Darmstadt das erste Endspiel bevor. Diesmal ist dies mehr als nur eine Floskel, denn auch im Falle des Abbruchs könnte der direkte Abstieg drohen. In Corona-Zeiten ist das mehr denn je Kopfsache.

Neun Spieltage haben der Karlsruher SC und seine Mitstreiter in der 2. Bundesliga noch vor Augen. Angesichts der angespannten Tabellensituation – der KSC geht den Neustart am Samstag (13 Uhr) gegen den Sechsten Darmstadt 98 als Vorletzter des Klassements an – sprechen Verantwortliche gerne von bevorstehenden Endspielen. Diesmal ist das mehr als eine Floskel.

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Im Falle eines Saisonabbruchs könnte den Teams auf den Rängen 17 und 18 direkt der Sturz in die Drittklassigkeit drohen. Das weiß auch Christian Eichner. „Es ist sehr, sehr sinnvoll, an keinem der kommenden Spieltage einen der letzten beiden Plätze einzunehmen“, sagte der KSC-Cheftrainer deshalb bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Ein Punkt und ein Tor fehlen zum 16. SV Wehen Wiesbaden, der am Sonntag (13.30 Uhr) den VfB Stuttgart empfängt.

Fitness-Frage kann Eichner nicht final beantworten

Eichners Treffen mit den Journalisten ging – wie so Vieles in diesen Tagen – virtuell über die Bühne. „Besondere Situation, besondere Pk“, meinte Eichner lapidar. Am Samstag sind seine Spieler dann vor leeren Wildpark-Rängen erstmals seit zehn Wochen ganz real gefordert.

Ob sie angesichts der außergewöhnlichen Corona-Vorbereitung – erst seit vergangenem Freitag dürfen die KSC-Profis wieder im Team statt nur in Kleingruppen trainieren – auch fit genug dafür sind? Diese Frage könne er final nicht beantworten, gestand Eichner ehrlicherweise.

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Die Bedingungen auf der Sportschule Schöneck, wo die Mannschaft gerade das vorgeschriebene einwöchige Quarantäne-Trainingslager verbringt, seien aber top, versicherte der KSC-Coach.

Anreise mit eigenem Pkw und Schutzmasken auf der Bank

Weitaus weniger vertraut dürften die Umstände sein, die Eichner und sein Team am Samstag gegen Darmstadt erwarten. Anreise mit dem eigenen Pkw, Geister-Atmosphäre im Stadion, Mundschutz für Spieler und Funktionäre auf der Ersatzbank, kein Einlaufen, kein Handshake.

„Man fängt einfach an und spielt“, stellt sich Eichner vor und betont: „Wer diese Bedingungen am besten annimmt, der wird das Spiel auch siegreich beenden.“

Pisot-Einsatz immer noch fraglich

Wer dieses in der KSC-Startelf beginnen wird, ist indes noch offen. Vor allem hinter dem Personal für die Viererkette steht noch so manches Fragezeichen. Innenverteidiger Christoph Kobald fehlt wie Offensivakteur Änis Ben-Hatira aufgrund einer Sperre.

Ob David Pisot als Kobald-Vertreter infrage kommt, ließ Eichner am Donnerstag offen. Der Kapitän war nach einer Reizung am Hüftbeuger erst vor wenigen Tagen ins Training zurückgekehrt. Definitiv ausfallen werden Kyoung-Rok Choi, Winter-Neuzugang Babacar Gueye und Burak Camoglu.

KSC mittwochs bei Hannover 96

Am Donnerstag hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Spieltage 27 bis 29 terminiert.
27. Spieltag: Sonntag, 24. Mai, 13.30 Uhr, KSC – VfL Bochum.
28. Spieltag: Mittwoch, 27. Mai, 18.30 Uhr, Hannover 96 – KSC.
29. Spieltag: Samstag, 30. Mai, 13 Uhr, KSC – FC St. Pauli.