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Hofmann-Ersatz hat gute Erinnerungen an Regensburg

Bei KSC-Stürmer Guèye läuft es besser, aber noch nicht gut genug

Gegen Bochum gab Babacar Guèye so viele Torschüsse ab wie alle Spieler des Gegners zusammen. Zu einem Treffer reichte es nicht. Dennoch zeigt die Formkurve des Senegalesen nach oben.

Kommt allmählich auf Touren: Babacar Guèye – hier im Duell mit dem Bochumer Armel Bella Kotchap – war am Sonntag seinem ersten Saisontor ziemlich nahe. Foto: Helge Prang/GES

Dass Babacar Guèye sich am Montagmittag mit einem Lächeln aus dem Wildpark verabschiedete, hatte auch mit dem Gedanken an den nächsten Gegner zu tun. „Ich hoffe, dass ich gegen Regensburg treffe – so wie letztes Mal“, hatte der Stürmer des Karlsruher SC noch erklärt, ehe er vom Trainingsgelände fuhr.

Letztes Mal, das war am 17. Juni dieses Jahres, als es für den KSC am drittletzten Spieltag bei Jahn Regensburg um wichtige Zähler im Zweitliga-Klassenkampf ging. Punkte nahmen die Karlsruher damals keine mit, dafür die Erkenntnis, dass Winter-Neuzugang Guèye weiß, wo das Tor steht. Der Senegalese hatte in der Schlussphase ein starkes Solo mit seinem ersten Treffer für den KSC gekrönt.

Gut drei Monate später hätte Erfolgserlebnis Nummer zwei hinzukommen können, wenn nicht gar müssen. Von den 21 Schüssen, die der KSC bei seiner 0:1-Niederlage am Sonntag in Richtung Bochumer Tor abgab, gingen allein sechs auf das Konto von Guèye. Genauso viele Versuche standen am Ende für den VfL zu Buche, der in Person von Simon Zoller aber den einzigen Volltreffer landete.

Eichner erlebte Guèye gegen Bochum „viel aktiver, viel lebendiger“

21 Schüsse und kein Tor, da habe einfach das Glück gefehlt, meinte Guèye, der am Sonntag sinnbildlich für die Karlsruher Ladehemmung stand. Der 25-Jährige rackerte, spulte fast zehn Kilometer ab, stand auch immer wieder als Abnehmer der zahlreichen Flanken parat, doch im Abschluss stellte Guèye den guten VfL-Schlussmann Manuel Riemann vor keine größeren Probleme. Und bei einem Kopfball ans Lattenkreuz kam dann auch eine Portion Pech hinzu.

„Viel aktiver, viel lebendiger“ als in der Vorwoche habe er Guèye erlebt, konnte auch KSC-Cheftrainer Christian Eichner dem Auftritt des hochgewachsenen Angreifers viel Positives abgewinnen. Durch die Absenz von Torjäger Philipp Hofmann durfte Guèye nun zweimal über die volle Distanz gehen.

Bei seiner Ankunft Ende Januar wäre er dazu wohl nicht in der Lage gewesen. „Bei mir läuft es immer besser“, sagt der 1,90-Meter-Mann über seine Entwicklung in Karlsruhe.

Guèye hat an körperlichen Defiziten gearbeitet

Dies ist auch Eichner nicht verborgen geblieben. „Ich war zufrieden mit ihm gegen Bochum, weil ich weiß, was für eine Durststrecke er hinter sich hat“, erklärte der KSC-Coach. Guèye hatte in den Monaten vor seinem Wechsel beim SC Paderborn keine Rolle mehr gespielt und war dementsprechend mit körperlichen Defiziten im Wildpark angekommen. Die scheinen inzwischen behoben. „Wir haben mit Baba viel gearbeitet im Rahmen der Sommervorbereitung“, erklärte Eichner hierzu.

Am Mittwoch steht für Guèye die nächste Einheit auf dem Plan. Eichner rechnet dann wieder mit Benjamin Goller, der am Sonntag krank gefehlt hatte. Und vermutlich kehren in dieser Woche auch David Pisot und Kyoung-Rok Choi ins Mannschaftstraining zurück.

Choi hatte am Ende der Vorbereitung eine Teilruptur eines Bandes im Sprunggelenk erlitten, Pisot hatte vom Pokal-Duell mit Union Berlin vor gut zwei Wochen eine Einblutung im Sprunggelenk davongetragen.

KSC
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