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Vor Duell mit Kiel

Beim Karlsruher SC sieht Kreuzer noch gar nicht so schwarz

Alois Schwartz war am Donnerstag mit der Mannschaft des Karlsruher SC zurückgeflogen und am Nachmittag wieder im Wildpark-Element: Videostudium. Standpauke für die Verlierer von Dresden. Begrüßung des Neuzugangs Babacar Gueye, ein beim SC Paderborn zuletzt hoffnungsloser Stürmer. Schließlich: Medienrunde. Um seinen Job bangt er nicht. Und Sportchef Oliver Kreuzer versichert, dass es keinen Anlass dazu gibt.

Trainer Alois Schwartz. Foto: GES Foto: GES

Alois Schwartz war am Donnerstag mit der Mannschaft des Karlsruher SC zurückgeflogen und am Nachmittag wieder im Wildpark-Element: Videostudium. Standpauke für die Verlierer von Dresden. Begrüßung des Neuzugangs Babacar Gueye , ein beim SC Paderborn zuletzt hoffnungsloser Stürmer. Schließlich: Medienrunde.

Drüber reden war also angesagt, denn der Spielplan der Zweiten Fußball-Bundesliga sieht ja,  drei Tage nach dem tristen 0:1 vom Vorabend, am Samstag (13 Uhr) für den KSC das Heimspiel gegen Holstein Kiel vor. Er habe vor Anpfiff in Dresden „ ein gutes Gefühl gehabt“, versicherte Schwartz, „aber manchmal geht‘s nicht.

Keine Ahnung, warum. Man versucht in der Halbzeit einen Schalter zu drücken und durch Umstellungen etwas zu regulieren. Es ist auch ein bisschen besser geworden, Djuricin hat etwas Belebung reingebracht. Trotzdem war es einfach nicht gut“.

"Wo kommt man her?"

Zusammengefasst: „Wir müssen einiges verbessern, das wissen wir alle.“ Und, da auch die Frage nach seiner Jobsicherheit aufkam, gab er allen den Tipp: „Malt nicht immer alles schwarz an die Wand dran. Man muss auch sehen: Wo kommt man her? Wenn wir jetzt den 25. Spieltag hätten, dann kann man sagen: Jetzt wird es aber richtig eng langsam. Aber es ist der erste Spieltag im neuen Jahr.“

"Vielleicht war die Spielausrichtung ein Tick zu defensiv"

Den Sportchef Oliver Kreuzer, den das alles persönlich betraf, hörte man bald ergänzen, was man von ihm kennt. „Ich weiß, dass in Karlsruhe immer schnell gebruddelt wird. Spielst du in der Dritten Liga, musst du dich immer in den oberen Regionen bewegen. Spielst du in der Zweiten Liga kann es nicht schnell genug gehen. Wenn du Erstligist bist, musst du auch irgendwie bald Europapokal spielen.“

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Die Trainerfrage, sie mögen dann eben auch andere diskutieren, ihm stelle sie sich „nullkommanull. Wir haben nach der Pause ein Spiel gespielt und sind nicht irgendwie in ein Debakel gelaufen. Wir haben das Spiel durch ein Zufallstor verloren“. Kreuzer betonte, dass die Mannschaft wieder „alles gegeben“ habe.

Zu hinterfragen gab es dennoch einiges, wie er aufzählte: „Vielleicht war unsere Spielausrichtung ein Tick zu defensiv. Vielleicht haben wir die einfachen Dinge falsch gemacht. Wir haben nicht gut Fußball gespielt, vielleicht hätten wir uns mehr nach vorne schieben sollen. Wir hatten keine Ruhe am Ball. Dresden war nicht gut, aber wir haben es nicht geschafft, besser zu sein.“

Neuzugang Babacar Gueye. Foto: GES Foto: GES

Hofmann-Backup Gueye kommt, um zu spielen

Schwartz weiß, dass ihm nur ein Erfolgserlebnis gegen Kiel „aus der Scheiße“ hilft. Nichts unversucht ließ der Verein, um ihn nach Jérôme Gondorf den weiteren Transferwunsch zu erfüllen. So unterschrieb der 25 Jahre alte Senegalese Gueye einen Vertrag mit Laufdauer bis 30. Juni 2021 im Wildpark. Am Freitag soll der schlaksige Angreifer erstmals mit den Team trainieren. Er sei zum KSC gekommen, „um zu spielen“, sagte er gegenüber dieser Zeitung. Für Samstag könnte es mit der Spielgenehmigung eng werden, ahnte Kreuzer.

KSC-Boss wünscht sich gegen Kiel "Mut, Tempo und Entschlossenheit"

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther sagte mit Blick auf die Partie gegen Kiel: „Die Mannschaft weiß, dass sie etwas gut zu machen hat. Mut, Tempo und Entschlossenheit sind jetzt gefordert.“ Für den Spielausgang in Dresden war es einerlei, wer beim KSC zwischen den Pfosten stand.

Beim Tor Marco Terrazzinos wäre Marius Gersbeck so machtlos gewesen wie es Benjamin Uphoff war. Der als Nummer eins bestätigte Keeper sezierte danach das Dilemma: „Wir haben zu passiv gespielt, in der ersten Halbzeit kaum Entlastung gehabt, kein Drang nach vorne, haben den Ball in der eigenen Hälfte von links nach rechts geschoben. So setzt du Dresden nicht unter Druck.“ Einen Ruck hatte sah er nie durch die Reihen gehen: „Wir waren zu keinem Zeitpunkt richtig gefährlich.“

Auch Kauczinski hat noch viel Arbeit vor sich

Markus Kauczinski war nach seinem ersten Sieg mit Dynamo erleichtert, „über den Schritt in die richtige Richtung“. Dass auch ihm im Abstiegskampf sehr viel Arbeit bevorsteht, musste dem bis 2016 eineinhalb Jahrzehnte beim KSC beschäftigten Trainer keiner erklären. Es war nicht schön. Es war die pure Abstiegskampf-Tristesse.

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