Der KSC-Fanclub Blau-weiße KSC-Freunde bei einer Stadionführung mit KSC-Legende Edgar Schmitt.
Der KSC-Fanclub Blau-weiße KSC-Freunde bei einer Stadionführung mit KSC-Legende Edgar Schmitt. | Foto: BNN

Familienfreundlicher Fanclub

Blau-weiße KSC-Freunde: KSC-Drehorgel als prominentes Mitglied

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Der Fanclub Blau-weiße KSC-Freunde ist einer von 33 KSC-Fanclubs mit insgesamt rund 500 Mitgliedern, die den Verein Woche für Woche tatkräftig unterstützen. Er wurde 2016 gegründet und hat aktuell 39 Mitglieder. Die Mitglieder des familienfreundlichen Fanclubs sind zwischen sechs und 55 Jahren alt. Sie kommen aus Baden-Baden, Karlsruhe, Stuttgart, Schwäbisch Hall und Nordrhein-Westfalen.

Vor den Heimspielen treffen sich die Mitglieder in der Karlsruher Kneipe „Old School“. Auswärtsfahrten werden zu allen Spielen in einem Umkreis von 350 Kilometern organisiert. Was weiter entfernt ist, wird mit dem Zug oder Auto bereist. „Jede Auswärtsfahrt ist schön. Es macht einfach Spaß, bei euch mitzufahren“, hört Fanclub-Mitglied René Meyer (54) aus Baden-Baden immer wieder.

„Bei uns ist Partymachen erlaubt. Wir machen allerdings keinen Stress“, so der KSC-Fan aus Baden-Baden, der von Beruf Fahnenspezialist ist und „alles rund um Fahnen macht“. Er ist im Fanclub für das Organisatorische zuständig. Dazu gehören auch Fahrten zu Spielen von Racing Straßburg.

Fahrten nach Straßburg

Er und seine Frau haben bei dem französischen Verein, der mit dem Karlsruher SC eine Fanfreundschaft hat, eine Dauerkarte. Manchmal organisieren sie Busse ab dem Karlsruher Wildparkstadion, die direkt nach dem Spiel nach Straßburg fahren. „Wir möchten den Fans die Hemmschwelle vor einem fremden Land und einer fremden Sprache nehmen“, erklärt der 54-Jährige. Inzwischen sei eine sehr große Fangemeinde entstanden.

Fanclub mit sozialer Ader

Soziales Engagement wird bei den Blau-weißen KSC-Freunden großgeschrieben. Für den kranken Pisa-Fan Christian kamen bei Versteigerungen von Fanartikeln inzwischen schon 2000 Euro zusammen. „Ursprünglich wollten wir im Mai nach Pisa fliegen“, sagt Meyer. Wegen der aktuellen Situation beim Karlsruher Sport Club sei die Reise auf August verschoben worden.

Bus für Murgtal-Sternchen

Auch für Obdachlose haben die Fans im Winter wichtige Dinge wie Handtücher und Essen eingekauft. Für die Murgtal-Sternchen, einen Fanclub junger Erwachsener mit und ohne Behinderung, plane der familienfreundliche Fanclub in der kommenden Saison eine Auswärtsfahrt.

Weihnachtsfeier 2018: Gruppenbild des Fanclubs.
Weihnachtsfeier 2018: Gruppenbild des Fanclubs. | Foto: BNN

Meyer tippt auf ein Unentschieden

Für das heutige Spiel gegen Preußen Münster rechnet Meyer mit einem Unentschieden bei einer Niederlage von Wiesbaden, was für den KSC den Aufstieg in die 2. Liga bedeuten würde. „Hauptsache, Wiesbaden macht das gleiche Ergebnis wie wir“, so Meyer, der weiß, dass es schwer wird. Der Baden-Badener bezeichnet die Saison als „durchwachsen“. Der KSC habe einige Spiele gewonnen, die auch anders hätten ausgehen können. „Es waren wenig überzeugende Spiele. Wir sind mit Glück durchgekommen“, lautet sein Fazit. Im Falle eines Aufstiegs werden im Bus vorbereitete KSC-Fanartikel verkauft.

KSC-Drehorgel: Unikat und Stück Vereinsgeschichte

Ein ganz besonderes Mitglied hat der Verein außerdem mit der KSC-Drehorgel, die der ehemalige KSC-Präsident Roland Schmider zu seinem 50. Geburtstag von der damaligen Mannschaft und Winfried Schäfer geschenkt bekommen hat. Diese stand lange nur in der Garage von Schmider. Ein Neureuter KSC-Fan habe ihm diese abgekauft und dann an den Fanclub für 800 Euro weiterverkauft. Der Wert der Orgel allein betrüge weit über 2.000 Euro. „Wir präsentieren die Orgel jedes Jahr an unserem Stand beim KSC-Familientag“, erzählt Meyer. „Sie ist ein Unikat und ein Stück Vereinsgeschichte.“

Fahrten ins Trainingslager

Einige Fanclubmitglieder besuchen regelmäßig die Trainingseinheiten der blau-weißen Kicker oder fahren mit ins Trainingslager. Meyer selbst war schon drei Mal dabei. Bei den Weihnachtsfeiern schauten immer ein, zwei Spieler persönlich vorbei.

Administrator von KSC-Facebook-Gruppe

Bei der Facebook-Gruppe „KSC“ mit rund 5.000 Mitgliedern ist Meyer außerdem Administrator. Er hat die Gruppe, die ursprünglich von einem US-Bürger mit Liebe zum KSC gegründet wurde, vor etwa vier Jahren übernommen. Der KSC-Fan achte darauf, dass es dort nicht zu Beleidigungen komme.

Mitgliedschaft

Wer bei dem Fanclub Mitglied werden möchte, sollte sich einige Zeit im Umfeld des Clubs bewegen. Dann werde geschaut, ob es passt. Alle zwei bis drei Monate finden Vorstandssitzungen statt.

 

Aktuelle Infos rund um das Spiel gibt es in dem Live-Ticker mit Stimmen aus Münster und Karlsruhe ab 12.30 Uhr.