Skip to main content

Pokalspiel

Debüt von Cheftrainer Eichner: KSC will gegen Saarbrücken den Schalter umlegen

Beim Debüt von Christian Eichner als Cheftrainer des Karlsruher SC geht es für die Badener um viel. Beim Duell mit dem Regionalliga-Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken am Mittwochabend in Völklingen steht der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals auf dem Spiel, jede Menge Geld und nicht zuletzt eine Trendwende nach der sportlichen Talfahrt zuletzt.

Trainer Christian Eichner (KSC). Foto: None

Am Dienstagnachmittag hielt sich das Wetter kurzzeitig nicht an die Prognosen der Meteorologen und schickte Sonnenstrahlen durch die kahlen Bäumen auf den Trainingsplatz im Wildpark. Dort bereitete Christian Eichner, nach der Beurlaubung von Alois Schwartz am Montag zum zweiten Mal als Chef-Anweiser gefragt, gemeinsam mit Zlatan Bajramovic die Profis des Karlsruher SC auf die so wichtige Pokal-Aufgabe in Völklingen vor, bei der sich Fans wie Verantwortliche der Blau-Weißen nachhaltige Lichtblicke erhoffen.

Aus England kommen mobile Flutlichtmasten

Immerhin steht gegen den 1. FC Saarbrücken der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals auf dem Spiel und mit diesem auch überaus willkommene Mehreinnahmen von rund 1,3 Millionen Euro.

Dem Versuch des Zweitliga-Vorletzten, sich an diesem Mittwoch (20.45 Uhr) endlich einmal wieder ins rechte Licht zu rücken, könnte nicht nur der Regionalliga-Spitzenreiter aus Saarbrücken einen Strich durch die Rechnung machen, sondern auch die Flutlichtanlage in Völklingen. Dass die zwei mobilen, aus England akquirierten Masten für etwas andere Lichtverhältnisse sorgen als gewöhnlich, hat auch Eichner beim Studium der TV-Bilder vom Pokalspiel der Saarländer gegen den 1. FC Köln beobachtet. „Ich habe es als dunkler empfunden. Das lag nicht an meinem Fernseher, sondern an den Lampen. Mein Schwager hat mir erklärt, woran es liegt.“

Gersbeck statt Uphoff im KSC-Tor

Eichners Schwager heißt Marcus Mann, ist Sportdirektor in Saarbrücken und weiß um die besonderen Umstände im Ausweichquartier Hermann-Neuberger-Stadion, in das am Mittwoch nur rund 6.800 Zuschauer kommen dürfen. „Wir wollen einen Vorteil daraus ziehen, dass wir die Bedingungen kennen und der Gegner nicht“, sagt Mann, der genau wie Saarbrückens Coach Lukas Kwasniok eine KSC-Vergangenheit hat. Kwasniok rechnet indes nicht damit, dass Eichner die Mannschaft komplett umkrempelt. Die eine oder andere Änderung dürfte der Schwartz-Nachfolger aber vornehmen. Im Tor, darauf legte sich Eichner am Dienstag fest, wird Marius Gersbeck stehen, der bereits in Runde zwei in Darmstadt anstelle von Benjamin Uphoff aufgelaufen war.

Fürs Weiterkommen brauchen wir ein Tor.

Und davor? „Versuchen Zlatan und ich eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld zu schicken und draußen auch Jungs zu haben, die eine gewisse Waffe mitbringen“, blieb Eichner vage. Zuvor hatte er im Training seinen Spielern einmal lautstark den entscheidenden Auftrag für Mittwoch mitgegeben: „Fürs Weiterkommen brauchen wir ein Tor.“

Kritik an Umgang mit Schwartz

Auf ein solches wartet der KSC im Jahr 2020 noch. In der Liga setzte er zuletzt in Dresden (0:1) und gegen Kiel (0:2) den Abwärtstrend aus dem Dezember fort, was Schwartz letztlich den Job kostete. „Nicht akzeptabel“ fand das – zumindest vom Stil her – der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL). „Dass man sich erst hinstellt, dem Trainer den Rücken stärkt – und ein paar Stunden später ist alles auf einmal anders“, sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner am Dienstag mit Blick auf die Äußerungen von KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

KSC
nach oben Zurück zum Seitenanfang