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Saisonfinale als Schlusspunkt

Der KSC hat auf dem Ronhof noch etwas zu gewinnen

Für Benjamin Uphoff könnte die Fahrt auf den Fürther Ronhof die letzte Dienstreise mit dem Karlsruher SC sein. Dass Uphoff den Fußball-Zweitligisten verlassen wird – der SC Freiburg könnte künftiger Arbeitgeber des Torwarts sein – steht lange fest. Ob er das dritte und letzte Jahr beim KSC aber mit einer weiteren Relegations-Erfahrung beenden wird, nachdem er im Mai 2018 unter den frustrierten Verlierern von Aue gewesen war, entscheidet sich an diesem Sonntag (ab 15.30 Uhr).

Torwart Benjamin Uphoff (KSC) Foto: GES

„Ich hatte ja schon am letzten Sonntag kurz darüber nachgedacht, ob es mein letztes Heimspiel war. So oder so war das komisch und etwas traurig, ganz ohne Fans“, erzählt der 26-Jährige und auch davon, was er so etwa nach 20 Spielminuten im Duell mit Meister Arminia Bielefeld gedacht hatte: „Was geht denn hier ab?“ Dreimal hatte er bis dahin den Ball aus dem eigenen Netz gefischt. Dass das Match dann noch 3:3 ausging, machte möglich, dass am Sonntag gegen 17.20 Uhr alles vorbei sein könnte – für Uphoff beim KSC.

Mainz an Hofmann interessiert

Aber auch das Bleiben von Torjäger Philipp Hofmann ist so sicher nicht. Der FSV Mainz 05 und weitere Erstligisten sollen sich für den Stürmer interessieren, der nur noch einen Vertrag bis 2021 hat. Der KSC braucht Geld, Hofmann erbrächte wohl welches.

Hanek unterschreibt neuen Vertrag

Sentimentalitäten sind für die Profis bei ihrem Nachdenken über die Möglichkeiten dieses 34. Spieltags allenfalls Rand-Aspekte. Der KSC, der am Freitag mit dem Nachwuchsmann Janis Hanek trotz eines Kreuzbandrisses einen neuen Einjahresvertrag schloss, könnte den ehemaligen deutschen Rekordmeister 1. FC Nürnberg statt seiner in die Relegation zwingen.

„Die Anspannung ist spürbar bei uns, die Stimmung aber positiv. Für uns ist die Ausgangslage ein Tick einfacher. Wir können nur noch gewinnen, die Nürnberger haben etwas zu verlieren“, sagt Uphoff. Besiegt der KSC die Spvgg Greuther Fürth, gegen die er im Hinspiel beim 1:5 ein Debakel erlebte, und kommt deren Erzrivale aus Nürnberg bei Holstein Kiel nicht über ein Unentschieden hinaus, bleibt der KSC drin.

Rettet der FCN seinen Zweipunktevorsprung über die Ziellinie, müsste sich der Tabellen-16. aus Karlsruhe am 7. Juli daheim und 11. Juli auswärts gegen den Drittliga-Dritten für die nächste Zweitliga-Runde qualifizieren. Die Relegations-Erfahrungen der jüngeren Clubgeschichte würden wieder erörtert werden, Stichworte: Regensburg, Hamburg, Aue.

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Roßbach für Carlson?

Christian Eichner beschäftigt sich nicht mit negativen Gedanken. Er fahre zuversichtlich, aber auch „mit Rückspiegel“ nach Fürth, zu einer Mannschaft, von der Eichner keine Geschenke erwartet. In besagten Rückspiegel werde er am Sonntag ab und an schauen, um während des Spiels die Risiken der eigenen Handlungsoptionen zu beurteilen.

„Aber es wird auch sicher so sein, wann auch immer die im Spiel sein wird, dass wir unsere Karten auf den Rasen legen werden. Dann schauen wir, was wir am Ende dafür bekommen“, meinte er und erwartete, „dass man am Ende einer Saison meist das bekommt, was man als Arbeitsnachweis für das komplette Jahr verdient hat“.

Der KSC könnte auf der linken Abwehrseite mit Damian Roßbach statt Dirk Carlson beginnen. Bei Lukas Fröde und Marco Djuricin standen die Aussichten, nach Blessuren wieder dabei zu sein, günstiger. Änis Ben-Hatira absolvierte am Freitag nur ein Lauftraining. Wer anstelle des gesperrten Marc Lorenz in der Startelf stehen wird, dürfte auch von den letzten Trainingseindrücken bei Djuricin und Ben-Hatira abhängen.

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