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Kommentar zum Fall Hofmann

Der KSC kann sich keinen Problem-Stürmer leisten

Hofmanns Streikaktion in Hannover war überflüssig. Der KSC darf sich das nicht bieten lassen. Dennoch hat der Torjäger eine zweite Chance verdient. Ein Kommentar.

Nur in der Halbzeitpause auf dem Rasen: Philipp Hofmann fühlte sich am Samstag in Hannover nicht in der Lage, für den KSC aufzulaufen. Foto: Marvin Ibo Güngör/GES

Hat der Karlsruher SC jetzt auch einen streikenden Problem-Stürmer alla Gareth Bale oder Ousmane Dembélé? Fakt ist jedenfalls, dass Philipp Hofmann sich am Samstag in Hannover außerstande sah, dem KSC zu helfen, nachdem er sich die Woche über noch für den Liga-Auftakt bereit gewähnt hatte. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, um Hofmanns plötzliche Unpässlichkeit als letzten Versuch zu werten, den kaum mehr realisierbaren Wechsel zu Union Berlin doch noch zu erzwingen. Die nicht wirklich ausgeklügelte Streikaktion war auch deshalb überflüssig, weil Union im Nigerianer Taiwo Awoniyi inzwischen einen Mittelstürmer verpflichtet hat.

Hofmann hat sich bei seinem Alleingang ordentlich verdribbelt, was bei Fans und Mannschaft gar nicht gut ankommen dürfte, genauso wenig wie bei den Verantwortlichen um Cheftrainer Christian Eichner und Sportchef Oliver Kreuzer. Die wiederum stecken in einer Zwickmühle. Einerseits dürfen sie sich von einem Spieler nicht auf der Nase herumtanzen lassen und so einen Präzedenzfall schaffen. Andererseits wollen sie ihren mit Abstand besten Torjäger aber auch nicht vergraulen. Dass dieser mit seiner ungeheuren Präsenz und Torgefahr für den KSC nicht zu ersetzen ist, hat der ansonsten ordentliche Auftritt in Hannover einmal mehr unter Beweis gestellt. Die Entschädigung in Millionenhöhe, die dem Club bei einem Abschied Hofmanns winkt, ist eben nur die halbe Wahrheit.

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