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Ergebnis der Abstimmung

Die BNN-Leser haben gewählt: Das ist die KSC-Jubiläumself

Die BNN-Leser haben gewählt. Aus 50 Spielern haben Sie die KSC-Jubiläumself gewählt. Viele Spieler sind eng mit der Europapokal-Saison 1993/1994 verbunden. Am Sonntag werden einige Spieler in der Karlsruher Lammstraße persönlich geehrt.

KSC elf Foto: BNN/Grafik

„Sogar in der ersten Elf? Wie geil ist das denn? Also, das macht mich echt stolz“, reagierte Maik Franz auf das Votum der BNN-Leser. Sein Kommen zur Präsentation der „KSC-Jubiläumself“ in der Karlsruher BNN-Geschäftsstelle (Lammstraße 1-5) an diesem Sonntag sagte der Mann aus dem Management des 1. FC Magdeburg spontan zu.

Selbst der auf den Karlsruher SC eigentlich gar nicht mehr gut zu sprechende Mehmet Scholl bedankte sich für die ihm in Karlsruhe zuteil gewordene Ehre – nicht, ohne den ihm eigenen Humor anzubringen: „Ein Straßenname nach mir wäre schön. Danke“, schrieb er.

Oliver Kahn, der mit 1 417 Stimmen vor Thomas Häßler (1 278) und Edgar Schmitt (1 256) den größten Zuspruch erhalten hatte, bedankte sich aus München mit einer Videobotschaft. Die Nummer eins war also auch bei den Leserinnen und Lesern die Nummer eins. „Das ist nicht selbstverständlich“, findet Kahn und sagte, dass es ihn auch „stolz“ mache.

So sieht die Ersatzbank der Jubiläumself aus:

Die Bank Foto: BNN Grafik

1.884 Zusendungen hatten die Sportredaktion der Badischen Neuesten Nachrichten vor Abstimmungsende am 29. September auf ihren Aufruf hin erreicht. Aus Anlass des 125. Vereinsgeburtstags hatte die entscheidende Frage gelautet: „Wie sieht Ihre KSC-Jubiläumself aus?“ Franz, alias „Iron Maik“, schaffte es zusammen mit Godfried Aduobe, sich unter die 1990er-Granden aus der Schäfer-Herde zu mischen.

Winfried Schäfer hätte sich selbst natürlich auch gerne in der All-Time-Elf gesehen. Die BNN-Aktion hatte sich bis zu ihm nach Abu Dhabi herumgesprochen. Immerhin schaffte er es in den 20-köpfigen Jubiläumskader. Und so konnte sich der 69-Jährige dann doch mit dem Votum arrangieren. Neun aus der Jubiläumself waren „seine“ Spieler.

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Auf der virtuellen Ersatzbank neben Schäfer sitzen nun ja auch wirklich Fußballer mit sehr klangvollen Namen. Bei deren Erwähnung wird Karlsruher Fußball-Nostalgikern wieder klar, wie undankbar der Job des Trainers sein kann, sich auf die eine Elf festzulegen: Rudi Wimmer, Michael Harforth, Manfred Bender, Wolfgang Rolff, Emanuel Günther, Srecko Bogdan, Rainer Schütterle und Oliver Kreuzer. Harforth (60) freute sich in Ellmau, seiner Wahl-Heimat am Fuße des Wilden Kaisers, über die Nachricht aus seiner Heimatstadt.

Sogar die Tiroler Tageszeitung wollte über die BNN-Aktion berichten. „Mein Michael ist in Karlsruhe eine Fußball-Legende“, hat seine Lebensgefährtin Ingrid den Leuten erzählt. Harforth reist am Sonntag ebenso zur Vorstellung nach Karlsruhe in die Lammstraße an wie Manfred Bender, Maik Franz, Rainer Schütterle, Edgar Schmitt, Emanuel Günther, Dirk Schuster und Sean Dundee. Auch Oliver Kreuzer hat es so weit ja nicht.

2.000 Teilnehmer haben ihre KSC-Jubiläumself gewählt

Es war irgendwie zu erwarten gewesen: Die halbe Jubiläumself setzt sich aus den Vätern des „Wunders vom Wildpark“ zusammen. Das 7:0 gegen den FC Valencia, dem Fixpunkt kollektiver Karlsruher Fußball-Erinnerung.

Der von den BNN-Lesern in die Jubiläumself gewählte Jens Nowotny war an jenem 2. November 1993 verletzt nur Zuschauer gewesen, Scholl da bereits beim FC Bayern gelandet, Weltmeister Häßler noch beim AS Rom und dessen späterer Spezi Dundee bei den Stuttgarter Kickers. Franz war elf Jahre alt, Aduobe gerade volljährig.

Der BNN-Aufruf fand zwischen dem Aktionsstart am 21. bis zu deren Ende am 29. September ein überwältigendes Echo. Stadtbekannte, Bürgermeister, Stadträte, Familienangehörige von zur Auswahl stehenden KSC-Größen – sie alle machten es sich mit am Ende fast 2.000 Teilnehmern zum Sport, ihre Elf auszuknobeln und einzusenden.

Die wilden Europapokaltage haben die beliebtesten Spieler hervorgebracht

Auf eine „Shortlist“ mit 50 Spielern hatte die vierköpfige Jury, bestehend aus BNN-Sportchef René Dankert, dessen Stellvertreter Gerhard Wolff, dem langjährigen BNN-Sportredakteur Gernot Otto und dem KSC-Historiker und -Vereinsrat Heiko Räther, die Auswahl eingeengt.

Schon hier begann der Schmerz, denn es gab ganz viele Kandidaten wie Wolfgang Trapp, Slaven Bilic, Rolf Kahn, Otto Geisert, Berni Termath, Willi Reitgassl oder Michael Tarnat, um nur einige wenige zu nennen, die es verdient gehabt hätten, zur Auswahl zu stehen.

Die Abstimmung selbst bestätigte, was nicht überraschte: Die wilden Europokaltage stellten die DFB-Pokalsieger der 1950er und auch die vorerst letzte Karlsruher Bundesliga-Generation, in den Schatten.

Der in diesem Jahr verstorbene Kurt Sommerlatt, der 1955 und 1956 den Cup mit dem KSC und 1957 mit dem FC Bayern gewann, verpasste den Sprung in den Kader um zwölf Stimmen.

Der einzige noch aktive Spieler, Hakan Calhanoglu (AC Mailand), landete dahinter. In 421 Jubiläumself-Vorschlägen kam Calhanoglu vor. Damit blieb er vor Alexander Iashvili (413), Torsten Fink (366), Mario Eggimann (362), Burkhard Reich (362), Michael Sternkopf (230), Karl-Heinz Struth (204), Rainer Ulrich (201) und Horst Szymaniak (181) auf den Rängen 20 bis 30.

Die erste Elf

1. Oliver Kahn (1417 Stimmen):

Torwart. Geboren am 15. Juni 1969 in Karlsruhe, 128 Bundesligaspiele für den KSC zwischen 1987 und 1994, Europameister 1996, Vize-Weltmeister 2002, dreimaliger Welttorhüter (1999, 2001, 2002), Champions-League-Sieger 2001 und Uefa-Pokalsieger 1996 mit Bayern München.

2. Thomas Häßler (1278 Stimmen): 3. Edgar Schmitt (1256 Stimmen): 4. Maik Franz (1004 Stimmen): 5. Mehmet Scholl (979 Stimmen): 6. Sergej Kiriakov (903 Stimmen): 7. Dirk Schuster (861 Stimmen): 8. Jens Nowotny (794 Stimmen): 9. Gunther Metz (674 Stimmen) 10. Sean Dundee (661 Stimmen): 11. Godfried Aduobe (620 Stimmen):
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