Ein Fußballspieler am Ball
Mit einer gemeinsamen Protest- und Solidaritätsaktion am 17. Spieltag der 3. Liga setzen die Drittligisten - unter anderem auch der Karlsruher SC - geschlossen ein Zeichen gegen die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Aufstiegsregelung in die 3. Liga. | Foto: Jan Woitas/Archiv

„Stillstehen gegen Stillstand“

Drittliga-Streit: Vereine kündigen Protestaktion an

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Mit einer gemeinsamen Protest- und Solidaritätsaktion am 17. Spieltag der 3. Liga setzen die Drittligisten – unter anderem auch der Karlsruher SC – geschlossen ein Zeichen gegen die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Aufstiegsregelung in die 3. Liga.

Unter dem Motto „Stillstehen gegen den Stillstand“ werden alle Mannschaften nach dem Anpfiff der zehn Partien an diesem Wochenende für eine Minute die Füße stillhalten, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Vereine. „Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter.“ Der KSC spielt am Sonntag gegen Sonnenhof Großaspach (derzeit auf dem 14. Platz – zur BNN-Umfrage).

Die Drittligisten fordern eine „schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern und eine alternativlose Erhaltung der Eingleisigkeit der 3. Liga“.

Worum geht es bei dem Streit?

Aktuell läuft eine zweijährige Übergangsphase, in der vier Clubs aus fünf verschiedenen Regionalligen aufsteigen. Für die Dritte Liga bedeutet dies, dass es vier statt wie zuletzt drei Absteiger gibt. Die Vereine der Dritten Liga hatten dieser Regelung unter der Prämisse zugestimmt, dass innerhalb dieser zwei Jahre eine Lösung gefunden wird, nach der alle Regionalliga-Meister aufsteigen können. Aktuell steigen drei Meister auf. Der vierte Aufsteiger wird in einer Relegation ermittelt. „Das ist ein fauler Kompromiss“, sagt Ronny Maul, Geschäftsführer des SV Meppen. Auch eine mögliche Aufspaltung der Dritten Liga stößt auf keine Gegenliebe: „Wir lehnen eine Aufspaltung ab, weil sie die Dritte Liga abwerten würde“, sagt Ingo Wellenreuther, der Präsident des Karlsruher SC.