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Junges Duo besteht Feuertaufe

Eichner forciert Verjüngungskur in der KSC-Abwehr

Jahrelang ackerten in der KSC-Abwehr zwei alte Haudegen. Das neue Innenverteidiger-Duo ist nun im Schnitt über zehn Jahre jünger. Das birgt Chancen, aber auch ein gewisses Risiko.

Neues Gesicht in der Innenverteidigung: Robin Bormuth - hier gegen Union-Spieler Marius Bülter - lief am Samstag an der Seite von Christoph Kobald auf. Foto: Markus Gilliar/GES

Der Vorstoß der jungen Wilden hat beim Karlsruher SC seit dem Amtsantritt von Christian Eichner System. Das Personal, das der Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten am vergangenen Samstag ins Pokal-Duell mit Union Berlin (0:1 nach Verlängerung) schickte, war ein weiterer Beleg dafür. Links offensiv wirbelte gegen den Bundesligisten etwa der 21 Jahre junge Benjamin Goller, Leihgabe von Werder Bremen. Nach 80 Minuten nahm dann der ein Jahr jüngere Dominik Kother dessen Position ein, Goller wechselte nach rechts.

Besonders deutlich lässt sich die Verjüngungskur an der Innenverteidigung festmachen. War beim KSC in den vergangenen Jahren der Bereich in und um den eigenen Strafraum das Revier von David Pisot und Daniel Gordon, heute 33 beziehungsweise 35 Jahre alt, beorderte Eichner am Samstag den Österreicher Christoph Kobald (23) und Neuzugang Robin Bormuth (24) ins Zentrum der Viererkette. Mit dem Duo ist auch beim Ligastart am Samstag (13 Uhr) bei Hannover 96 zu rechnen. Pisot muss voraussichtlich erneut mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen, zumal ihn Probleme am Sprunggelenk plagen. Gordon wartet derweil noch auf ein Vertragsangebot des KSC, der mit seinem überschaubaren Restbudget zunächst einen Rechtsverteidiger verpflichten will.

Anforderungsprofil „extrem komplex“ geworden

Der Generationenwechsel im Herzstück der Abwehr geht aber auch mit einem gewissen Risiko einher, zählen doch gerade dort ein durch jahrelange Erfahrung geschultes Auge und ein routiniertes Stellungsspiel zu den Kernkompetenzen. „Die beiden sind noch nicht ganz so erfahren, das darf man nicht unterschätzen“, weiß Eichner, „dafür haben sie ein paar mehr Attribute anderer Natur.“ Und generell sieht der KSC-Coach keine Alternative zu diesem Vorgehen, wenngleich er Pisot keineswegs abgehängt sieht.

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