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KSC verliert in Dresden

Ein Ex-Karlsruher entscheidet das Kellerduell

Wie soll der KSC die Klasse halten, wenn er auch gegen einen limitierten wie Dresden verliert? Diese Frage kreist vielen Fans nach der verdienten Auswärtsniederlage der KSC-Kicker gegen Dynamo Dresden im Kopf. Für Abhilfe sorgt möglicherweise ein Last-Minute-Transfer.

Jérôme Gondorf (KSC) gegen Dzenis Burnic (links) und Sascha Horvath (beide Dresden). Foto: GES
Von unserem Mitarbeiter Christoph Ruf

Für die 1.000 KSC-Fans hat sich die weite Reise nach Dresden ebenso wenig gelohnt wie für ihre Lieblingsmannschaft. Nach dem verdienten Dresdener 1:0(1:0)-Sieg durch einen Treffer von Marco Terrazzino (38.) machten sich die Anhänger enttäuscht auf die Rückreise ins Badische. Die Gespräche dürften dabei nicht zuletzt um die Frage gekreist haben, wie der KSC die Klasse halten soll, wenn er auch gegen einen limitierten Gegner wie Dresden verliert.

Marc Lorenz (KSC) schreit. GES/ Fussball/ 2. Bundesliga: SG Dynamo Dresden - Karlsruher SC, 29.01.2020 Football / Soccer: 2. Division Dresden vs Karlsruhe, Dresden, January 29, 2020 Foto: GES

Für Abhilfe soll möglicherweise ein Transfer in letzter Minute sorgen. Dem Vernehmen nach steht der KSC vor der Verpflichtung des Angreifers Babacar Gueye aus Paderborn. Im Tor der Badener stand erneut Benjamin Uphoff, der sich in der Wintervorbereitung ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Marius Gersbeck geliefert hatte. Letztlich sprach KSC-Trainer Alois Schwartz, der bis zuletzt ein Geheimnis um diese Entscheidung gemacht hatte, dem langjährigen Stammtorwart also – trotz zweier Fehler vor der Winterpause – wieder das Vertrauen aus.

Gondorf spielt stark auf

Der aus Freiburg gekommene Jerôme Gondorf zeigte in seinem ersten Spiel für die Badener eine starke Partie , in der er so gut wie alle Zweikämpfe gewann und sich immer wieder in das eher schemenhafte Karlsruher Angriffsspiel einschaltete. Sein Schuss aus etwa 30 Metern, der am Pfosten vorbeiging, war die einzige Karlsruher Chance im ersten Durchgang (28.).

Ausgerechnet Terrazzino

Die Gastgeber, die am Montag beim Training von 4.000 Fans auf die Aufholjagd eingeschworen worden waren, hatten im Winter noch mal weit über zweieinhalb Millionen Euro in sechs Neuzugänge investiert, von ihnen standen Patrick Schmidt und Marco Terrazzino in der Startformation. Und ausgerechnet Terrazzino, der in den Jahren 2011/12 das Trikot des KSC trug , brachte Dresden vor dem Halbzeitpfiff in Führung. Nach einer abgewehrten Ecke kam Patrick Ebert erneut an den Ball und flankte in die Mitte, wo David Pisot den Ball Richtung Terrazzino abfälschte. Der ließ sich nicht zweimal bitten und traf unhaltbar zum verdienten 1:0 für die Dresdner (38.), die vor dem Seitenwechsel 65 Prozent Ballbesitz hatten.

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Nach dem Seitenwechsel wurde der KSC ein klein wenig aktiver, eine erfolgversprechende Offensivstrategie war allerdings nicht zu erkennen. Nach einer Stunde brachte Schwartz Marco Djuricin und Marc Lorenz für Lukas Fröde und Damian Roßbach. Doch es war erneut Gondorf, der zum Abschluss kam. Dynamo-Keeper Kevin Broll hielt aber (63.).

Kurz darauf hatten die Dynamo-Fans bereits den Torjubel auf den Lippen, doch David Pisot kratzte den einen Schuss von Patrick Schmidt noch von der Linie. Dresdens Angreifer hatte Uphoff ausgespielt und abgeschlossen (74.). Auch in der Schlussphase war Dresden dem zweiten Treffer näher als der KSC, bei dem Djuricin immerhin noch zum Abschluss kam (90.), dem Ausgleich – nicht die einzige traurige Feststellung aus Karlsruher Sicht.

Dynamo Dresden : Broll – Wahlqvist, Nikolaou, Ballas, Hamalainen – Klingenburg, Burnic, Horvath (90. Petrak), Ebert (79. Atik), Terrazzino – Schmidt (75. Jeremejeff).

Karlsruher SC : Uphoff – Thiede (79. Fink), Gordon, Pisot, Roßbach (61. Lorenz) – Fröde (62. Djuricin), Stiefler, Wanitzek, Gondorf, Carlson – Hofmann.

Schiedsrichter: Kampka (Mainz), Zuschauer : 27.590, Tore: 1:0 Terrazzino (38.). Gelbe Karten : Ebert (9), Burnic (5), Atik (4), Schmidt (3), Horvath (1) – Hofmann (3).

KSC
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