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Vorgaben der DFL

Verhalten der Familie vorgeschrieben: Für KSC-Profi Fröde endet Verständnis für Corona-Konzept an der Haustür

Lukas Fröde freut sich, dass er seinen Beruf wieder ausüben kann. Gleichzeitig ist der 25 Jahre alte Fußballprofi des KSC kritisch genug, um nicht alles gut zu finden, was das Konzept der Deutschen Fußball Liga ihm und seinen Berufskollegen abverlangt.

Lukas Fröde macht beim KSC wieder Sprünge. Foto: None

Lukas Fröde freut sich, dass er seinen Beruf wieder ausüben kann. Gleichzeitig ist der 25 Jahre alte Fußballprofi des Karlsruher SC kritisch genug, um nicht alles gut zu finden, was das Konzept der Deutschen Fußball Liga ihm und seinen Berufskollegen abverlangt. KSC-Coach Christian Eichner sah sich nach dem 2:0-Sieg gegen Darmstadt darin bestätigt, dass Fröde auf und neben dem Platz einen Gewinn darstellt.

Weg waren Marco Thiede und Lukas Fröde nie. Dennoch wirkte es am Samstag, als seien beide zurückgekehrt. Zum Re-Start des Karlsruher SC gegen den SV Darmstadt 98 (2:0) gab Fröde das, was der Fußball-Jargon als „Stehender Sechser“ vereinnahmt hat. Vor der Viererkette dichtete der 1,92 Meter große Mittelfeldmann mit Vergangenheit bei Werder Bremen das Zentrum ab, Marvin Wanitzek und Jérôme Gondorf lauerten auf Nadelstiche nach vorne.

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„Es war wichtig, dass wir als Mannschaft geschlossen und kompakt in eine Richtung denken und uns auf und auch außerhalb des Platzes genauso verhalten. Was man auf dem Platz gesehen hat, war das, was wir uns vorgenommen hatten“, findet Fröde, der seine Premiere unter Christian Eichner erlebte.

Eichner ist mit Rückkehrer zufrieden

Der Cheftrainer des KSC, der am Dienstag im Training mit Ball auf Boubacar Gueye, Lukas Grozurek, Anton Fink und Änis Ben-Hatira verzichten musste, sah sein Vertrauen bestätigt. „Luki hat das gezeigt, was ich von ihm im Training gesehen habe, wo er immer am Anschlag war. Er ist ein positiver Typ und weiß, um was es in dieser Phase geht“, erklärte Eichner.

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Fröde ist ein Gewinner der Corona-Pause

Fröde war in der recht guten Saison-Anfangsphase ein Stabilitätsfaktor, rutschte bei Alois Schwartz dann in ein Leistungsloch. Die Corona-Pause tat dem 25-Jährigen offenbar gut. Er hatte Zeit, den Kopf frei zu bekommen und spielte sich in die Mannschaft zurück, in der er schon vor Gondorfs Ankunft im Winter keinen Stammplatz mehr hatte.

Am Sonntag gegen den VfL Bochum hofft Fröde mit dem KSC nachzulegen. Er sei froh, wieder Fußball zu spielen, doch ist er reflektiert genug, um die Kehrseite der Medaille zu sehen. Auch am Dienstag wurden die Profis des KSC wieder auf Corona durchgetestet.

Privat ist für die KSC-Profis nicht mehr privat

Der Fußball könne mit seinem Konzept Vorreiter für andere Sportarten sein, die ihren Betrieb wieder aufnehmen wollen, schätzt er. „Nichtsdestotrotz ist es so, das sich ein paar Dinge einfach widersprechen. Dann finde ich auch Quatsch, wenn beim Hertha-Jubel ein Riesenfass aufgemacht wird“, sagt Fröde.

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Das DFL-Konzept reiche ja weit über den Spieltag hinaus und stoße auf natürliche Grenzen der Akzeptanz der Fußballer und ihrer Familien. „In dem Konzept steht ja auch drin, was wir privat machen sollen und wie sich unsere Familien zu verhalten haben. Spielerfrauen, die sich nicht testen lassen, sollen protokollieren, wann sie sich wo aufgehalten haben. Da muss man schon mal kritisch hinterfragen, ob das so in Ordnung ist.“

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